Hoher Vogelsberg

Im Herzen Hessens liegt der Hohe Vogelsberg. Er ist der zentrale Naturraum im Vogelsberg, dem größten Vulkanmassiv Mitteleuropas. Der Vogelsberg wird auch gerne als sanfter Riese aus Gestein oder als das hessische Urgestein beschrieben. Es geht hinauf bis auf knapp 800m ü. NN und wenn man nicht aufpasst, stolpert man in den dichten Wäldern über eine der zahlreichen Felsformationen, die überall an die vulkanische Vergangenheit erinnern.

Fairerweise muss ganz am Anfang gesagt werden, dass der Hohe Vogelsberg eigentlich aus zwei Teilen besteht: In der Mitte liegt das Dreigestirn des Hohen Vogelsbergs – Taufstein (773m), Hoherodskopf (764m) und Sieben Ahorn (753m). Was von hier nach Westen und Südwesten geht, entspricht der Wanderregion Hoher Vogelsberg, wie wir sie hier im GPS Wanderatlas beschreiben und besteht aus den Stadtgebieten von Schotten und Gedern. Was nach Norden und Osten geht, firmiert im Wanderatlas als eigenständige Wanderregion Oberwald.

Das touristische Herz des Vogelsbergs schlägt auf dem Hoherodskopf. Hier ist für die Skisaison Hessens längster Lift in Betrieb. Und im Sommer geben sich Wanderer, Pilger, Biker und Radfahrer die Hand. Vulkansteig Vogelsberg, der Europäische Fernwanderweg E 3, die Gipfeltour und der Höhenrundweg sowie zahlreiche weitere örtliche und überregionale Wanderwege treffen sich am Hoherodskopf, wo man auch in Europas erstem Baumkronenpfad, einem Kletterwald oder der Sommerrodelbahn seinen Spaß haben kann.

Ruhiger ist’s am Taufstein und das ist auch gut so, ist doch rund um den höchsten Vogelsberggipfel die Natur seit über hundert Jahren sich selbst überlassen. Auf dem Gipfel selbst lädt der Bismarckturm zur großen Fernsicht über weite Teile Oberhessens und in benachbarte Wandergebiet wie die Rhön, den Odenwald und den Taunus.

Ebenfalls naturnah ist man am Sieben Ahorn unterwegs, dem dritthöchsten Gipfel im Vogelsberg. An einer Flanke des Bergs liegt die Quelle der Nidda, einer der Hauptflüsse Oberhessens, der schon am Oberlauf zu den Flößerteichen aufgestaut wird.

Wem das alles zu bergig ist, der kann eine Nummer tiefer anfangen und sich erst einmal am Gederner See oder dem Niddastausee vergnügen. Beide Seen sind als Naherholungsgebiete ausgestaltet und bieten vielfältige Freizeitaktivitäten. Deutlich naturnäher ist der kleine Spießweiher in den Niddertalauen.

In Sachen Kultur bietet sich neben einem Besuch des Vogelsberger Heimatmuseums natürlich ein Blick auf die Liebfrauenkirche in Schotten, ein Besuch von Schloss Gedern und ein Abstecher zur Burg Moritzstein an. Ein ganz besonderes Flair versprüht auch die Weidenkirche in Steinberg und die Stumpe Kirch im oberen Niddertal.