Altenschlirf

Am Oberlauf der Altefeld, einem 30km langen Fluss, der in Bad Salzschlirf mit der Lauter zusammenfließt und ab da unter dem neuen Namen Schlitz weiter der Fulda zufließt, liegt der Herbsteiner Stadtteil Altenschlirf. Nach Südwesten bildet der Heerhain (486m) die sichtbare Gemarkungsgrenze hinüber nach Grebenhain. Altenschlirf wurde bereits im Jahr 768 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten nachgewiesenen Siedlungen im Vogelsberg.

Altenschlirf gruppiert sich um die evangelische Andreaskirche, die 1755 erbaut wurde. Ihr markanter Zwiebelturm fällt direkt ins Auge, ist er doch für den Vogelsberg eher untypisch.

Ein deutliches Zeichen des vulkanischen Ursprungs des Vogelsbergs ist der Wilde Stein, eine Basaltklippe, die sich etwa 200m östlich von Altenschlirf in Richtung Schlechtenwegen befindet. Über eine schmale Brücke kann man die Altefeld passiert und erreicht dann das Naherholungsgebiet rund um den Wilden Stein. Der Wilde Stein besteht aus dunkelgrauem Basalt mit vielen Olivin- und Klinopyroxen-Einsprenglingen.

Vulkan-Feeling ganz anderer Art erlebt man seit 2007 bei der Vogelsberger Vulkan Trophy. Hierbei handelt es sich um ein 24-Stunden-Rennen für historische Traktoren – eine Mordsgaudi, die im Juli in Altenschlirf stattfindet.

Wenn in Altenschlirf gefeiert wird, dann im oder ums Volkshaus. So auch jeweils zehn Tage vor dem Volkstrauertag, also meist Anfang November. Dann ist in Altenschlirf der Andreasmarkt mit der Wurstkirmes angesagt, der sich über die Ortsgrenzen hinaus als letztes Volksfest vor der Weihnachtsmarktsaison einen Namen gemacht hat.