Grebenhain

Grebenhain ist Verwaltungssitz der gleichnamigen, 1972 gegründeten Gemeinde im Vogelsberg. Mittelpunkt von Grebenhain ist der Tanzplatz mit dem altem Backhaus am Mühlbach bei der Kirche. Unter stolzen Lindenbäumen tagte hier früher das Niedergericht und die Dorfgemeinschaft kam am Tanzplatz zusammen. Durch Grebenhain fließt die Schwarza, ein 18km langer Zufluss der Lüder.

Der Tanzplatz von 5m Durchmesser besteht aus einem Rondell aus Sandstein mit der Jahreszahl 1756, wobei die Nutzung des Versammlungsortes älter sein mag. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts stand an einer Seite des Platzes ein Wachthäuschen, in welchem Gefangene auf ihr Schicksal warteten. Das historische Backhaus wird heute wieder genutzt und im Juli findet auf dem Tanzplatz die Backhauskirmes statt.

Trotz der unmittelbaren Nachbarschaft zum Mutterort Crainfeld wurde in Grebenhain bereits im 14. Jahrhundert eine eigene Steinkirche errichtet. Das gotische Gotteshaus brannte 1646 aus und es dauerte bis 1784, bis das Kirchenschiff neu gebaut war. Der gedrungene Turm aus dem Mittelalter trotzte dem Feuer. Der Kirchturm der evangelischen Kirche ist somit heute das älteste Bauwerk in Grebenhain.

Verlässt man Grebenhain nordwärts in Richtung Ilbeshausen-Hochwaldhausen passiert man den Klöshorst (560m). Hier wurde einst Basalt gebrochen. Heute ist der Steinbruch Klöshorst stillgelegt und ein beliebter Aussichtspunkt. Sehenswert sind auch die Basaltsäulen und das Feuchtbiotop im inneren des ehemaligen Steinbruchs.