Ilbeshausen-Hochwaldhausen

Seit 1972 gehört der staatlich anerkannte Luftkurort Ilbeshausen-Hochwaldhausen zur Gemeinde Grebenhain. Mit rund 1.300 Einwohnern ist Ilbeshausen-Hochwaldhausen am Fuße des Oberwaldes der größte Ortsteil Grebenhains. Im Jahre 754 soll unterhalb Ilbeshausens der Leichenzug des von heidnischen Friesen erschlagenen Bonifatius vorbeigezogen sein.

Im Mühlenweg 3 in Ilbeshausen-Hochwaldhausen steht ein sehenswertes Fachwerkhaus. Ist es aber so gelungen, dass hier der Teufel am Werk gesehen sein muss? Jedenfalls hört das schmucke Haus auf den Namen Teufelsmühle und ist weit über die Region bekannt. Es gab bereits einen Vorgängerbau, der 1530 erwähnt wurde. Diesen hatten die Freiherrn Riedesel zu Eisenbach dem Müller Klaus Tuvel zu Lehen gegeben. Auf den Namen Tuvel könnte die Bezeichnung Teufelsmühle auch zurückgehen. Wenn da nicht die Sage wäre...

Der Sage nach soll es sich beim Bau der Teufelsmühle zugetragen haben, dass Teufel und Zimmermann im Wettstreit lagen, wer am schnellsten einen Giebel baut. Dazu kam es, weil der auftraggebende Müller das vom Teufel geliehene Geld nicht zurückzahlen konnte. Man soll ja mit dem Teufel nicht wetten, denn der war schneller und die Mühle war sein. Er baute sich im unteren Giebel vier blinde Fenster ein, durch die er rein und raus sauste. Eines der Fenster soll immer geöffnet sein...

Wie dem auch sei: Die jetzige Teufelsmühle entstand 1691. Zimmermann Hans Muth gilt als Baumeister. Muth hat auch die Edelhof in Crainfeld errichtet. Die Teufelsmühle fällt durch ihre aufwändige Gestaltung, den vielfältigen Holzschmuck und die außergewöhnlichen Ziergefache ins Auge. Ungewöhnlich ist der portalartige Eingang mit den Schnitzereien, der an Kirchen oder Amtshäuser erinnert.

Neben dem Fachwerkdenkmal hat die Region um Ilbeshausen-Hochwaldhausen zahlreiche Naturdenkmäler zu bieten, die Wanderer auf ihren Routen entdecken können - und die „verdammt“ oft den Teufel im Namen führen: Uhuklippen mit Teufelstisch, letzterer ist eine große Basaltplatte, an welcher der Teufel Karten spielt. Die Uhuklippen haben eine Länge von beinahe 0,5km und eine Höhe von 10m.

Dann wären noch zu erwähnen der Spitze Stein, der Vulkandurchbruch auf der Hochebene, die Burg, die Teufelskanzel und der Nonnenstein, um den sich natürlich auch Sagen ranken, die man sich bei einer geführten Tour im sagenhaften Schwarzbachtal erzählen lassen kann. Die felsigen Naturdenkmäler liegen alle am Vulkanring Vogelsberg. Und das Schwarzbachtal ist eigentlich das Tal der Altefeld, die auf halbem Weg von Ilbeshausen-Hochwaldhausen zum Taufstein (773m) entspringt und in Bad Salzschlirf mit der Lauter zur Schlitz zusammenfließt.

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