Frankfurter Elisabethpfad Etappe 6 vom Kloster Altenberg zum Dünsberg


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑413m  ↓330m
Unter wegs auf dem Elisabethpfad von Kloster Altenberg zum Dünsberg

Das Kloster Altenberg im Leuner Becken ist Startpunkt für die sechste Etappe auf dem Frankfurter Elisabethpfad. Gottfried von Beselich gründete hier 1167 eine Kapelle, um die herum sich ab 1170 ein Prämonstratenserinnenkloster entwickelte.

Im Jahre 1248 wurde Gertrud, die Tochter der heiligen Elisabeth von Thüringen, die dritte Meisterin des Ordenskonvents. Sie nahm dieses Amt 49 Jahre lang wahr. In ihrer Amtszeit wurde zwischen 1260-70 die Klosterkirche erbaut. Das Kloster erwarb ausgedehnte Besitzungen an der Lahn, in der Wetterau und im Lahn-Dill-Bergland. Kaiser Barbarossa verlieh dem Kloster vor 1192 die Reichsunmittelbarkeit. Gertrud wurde nach ihrem Tod 1297 als Selige verehrt.

Das Areal des Klosters Altenberg wird von einer in großen Teilen noch erhaltenen Mauer eingefasst. Neben der Klosterkirche und den früheren Konventsgebäuden finden sich auch verschiedene Wohn- und Wirtschaftsgebäude wie das Schäferhaus, eine Bruchsteinscheune und eine alte Schmiede. Die ältesten dieser Gebäude stammen aus dem 17. Jahrhundert, der Großteil erst aus dem 19. Jahrhundert. Südlich der Hauptgebäude liegen die früheren Lustgärten, im Osten erstreckt sich ein Herrengarten mit einem kleinen Friedhof.

Vom Kloster Altenberg führt der Elisabethpfad über Hermannstein mit der im 14. Jahrhundert errichteten Burg Hermannstein und der 1491-92 gebauten Paulskirche. Zusammen mit dem Pfarrhaus und dem Pfarrgarten bildet die Paulskirche eine sehenswerte Anlage, in deren Inneren sich ein Sandsteinrelief von 1492 befindet, das die Geburt Christi darstellt.

Von Hermannstein geht es hinauf auf den Simberg (256m), der trotz seiner geringen Höhe einen schönen Blick in den Wetzlarer Taunus bietet. Weiter geht es über den Blasbacher Sattel ins Gleiberger Land. Am Hofgut Haina bei Rodheim-Bieber soll die heilige Elisabeth gerastet haben, als sie ihre Tochter Gertrud zum Kloster Altenberg brachte. Am Waldrand lagerten sie bei einem verdorrten Rosenbusch. Über diesen hängte sie die – nicht ganz trockenen - Windeln des Kindes und der Busch begann wieder zu blühen.

Dieses Rosenwunder von Haina im Sinn erreicht der Elisabethpfad Rodheim-Bieber, den Verwaltungssitz der Gemeinde Biebertal im Gießener Becken. Hier gibt es eine kleine Straße, die Elisabethenpfad heißt zur Erinnerung an die Reise der heiligen Elisabeth von Marburg zum Kloster Altenberg.

Jetzt folgt der Anstieg zum Dünsberg (498m), dem höchsten Berg des Gießener Beckens, mit dem 108m hohen Fernmeldeturm Dünsberg und dem bereits 1899 errichteten Aussichtsturm Dünsberg. Von hier hat man einen großartigen Blick in den Westerwald, zum Vogelsberg und über den Taunus.

Frankfurter Elisabethpfad Etappen


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