Westerwald-Wanderweg von Niedererbach über Holzappel nach Obernhof


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑652m  ↓662m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der Waldstraße in Niedererbach eröffnen wir unsere heutige Tageswanderung auf dem Westerwald-Wanderweg. Wir wandern an der Ostflanke des Orts zur Bahnhofstraße und passieren erst die Eisenbahntrasse, wenig später die ICE-Schnellbahnstrecke und die Autobahn A 3.

Direkt hinter der Autobahn erreicht man Görgeshausen am Südostzipfel der Montabaurer Senke. Wir spazieren durch Görgeshausen und steuern die bei Eppenrod gelegene Wilhelmshütte an, von der man eine schöne Sicht auf die Scheurenwiesen hat. Nach mündlicher Überlieferung befand sich hier bis zum Ende des 16. Jahrhunderts eine Siedlung namens Scheuren, deren Bewohner alle durch die Pest umgekommen sein sollen.

Oberhalb von Hirschberg kreuzen wir die Landstraße L 317 und wandern jetzt in das Waldgebiet rund um den Höchst (443m). Der Höchst ist wie der Name schon sagt die höchste Erhebung im Umkreis. Sein wuchtiger tannengekrönter Bergkegel ragt über die deutlich niedrigeren Hügel im Umland hervor.

Am Ende dieser Waldpassage stoßen wir auf den Herthasee. Der wurde 1846 künstlich angelegt, um die Wasserversorgung der nahe gelegenen Grube Holzappel sicherzustellen. Der 6ha große Herthasee hieß damals noch – westerwäldisch-rustikal – Wackerhannes. Erst 1907 nannte man den See um und orientierte sich aus touristischen Gründen an dem gleichnamigen See auf Rügen. Heute kommen jährlich Zehntausende Besucher zum Herthasee, um zu baden, Boot zu fahren, zu angeln oder ein Spielchen auf der Minigolfanlage zu machen.

Wir wandern vorbei an Holzappel, das man ggf. aber gut für eine gastronomisch gestaltete Pause aufsuchen könnte. Holzappel ist seit Jahrhunderten der Mittelpunkt der sogenannten Esterau, einer ehemaligen Reichsgrafschaft westlich von Diez.

Es geht nun ins Waldgebiet, das sich oberhalb des Gelbachtals erstreckt. Wir kommen nach einer guten Strecke zur Otto-Gustav-Lei, von der sich ein schöner Blick ins Gelbachtal eröffnet, das zu den schönsten Nebentälern der Lahn zählt.

Dann erreichen wir kurz vor Ende der Etappe den Goethepunkt, einen der bekanntesten Aussichtspunkte im Lahntal. Die kleine Betonplattform bietet festen Stand und ermöglicht dem Wanderer eine unbeschwerte Rundumsicht vom Goethepunkt auf die Berge und Täler der Umgebung. Wer mag, kann sich im digitalen „Gipfelbuch“ des Goethepunkts verewigen.

Vom Goethepunkt aus wandern wir auf schmalen Pfaden hinab ins Lahntal nach Obernhof, an der Mündung des Gelbachs in die Lahn. Obernhof liegt im Naturpark Nassau und ist einer der beliebten, kleinen Fremdenverkehrsorte im Unterlauf der Lahn.

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