Wandern im Lumdatal


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Das waldreiche und ruhige Lumdatal nordwestlich von Gießen bietet Wanderern eine Vielzahl von ausgeschilderten Wanderwegen. Einmal quer durch das Lumdatal führt etwa der als Hauptwanderweg X13 markierte Studentenpfad, der die vier hessischen Universitätsstädte Gießen, Marburg, Kassel und Göttingen miteinander verbindet. Das letzte Wegstück leitet von der Burgruine auf dem Frauenberg (379m) über Hachborn zur Burg Staufenberg und dann weiter an der Badenburg vorbei nach Gießen.

Von Allendorf aus kann man zum Allendorfer Rundwanderweg, aufbrechen. Start und Ziel des Wanderweges ist der Festplatz neben dem Rathaus. Dieser führt den Wanderer durch alle Allendorfer Stadtteile. Es geht hinauf auf den Totenberg (360m), über Streuobstwiesen und am Elmensee vorbei. Im Naturschutzgebiet Lumdatal finden Blumenliebhaber eines der größten Orchideenvorkommen im weiten Umkreis. Geht man etwas weiter, so erreicht man das Landschaftsschutzgebiet Ziegenberg. Das Gebiet, das sich auf 7,4ha erstreckt, ist das letzte Wacholderheidegebiet im Landkreis Gießen.

Zum Rabenauer Höhenwanderweg bricht man am besten von Londorf oder Allertshausen aus auf. Der 30km lange Weg führt einmal rund durch die Gemeinde Rabenau. Alle Ortsteile liegen am Wegesrand. Trotzdem führt der Weg auch durch Waldgebiet und zu Aussichtspunkten hinauf.

Ebenfalls empfehlenswert: der Lumdatal-Bergweg. Der Vogelsberger Höhen-Club (VHC) hat den Lumdatal-Bergweg mit einem blauen Querstreifen markiert. Der Lumdatal-Bergweg führt von Gießen an der Lahn entlang zur Badenburg und dann übe Climbach ins Lumdatal. Ziel des Lumdatal-Bergwegs ist schließlich Allendorf an der Lumda.

Gleich an zwei Stellen verbinden sich im Lumdatal Kunst und Natur. Wer von der Rutterhausener Grillhütte bis zur Vogelschutzhütte durch den Wald wandert, der wird mit Sicherheit, neben anderen Tieren, Mäusebussard und Wildschwein zu Gesicht bekommen - aus Holz. Denn hier verläuft der Gerhard-Meier-Weg. Mit den Holzskulpturen wollte der verstorbene Künstler die Aufmerksamkeit der Spaziergänger auf die Natur lenken und so auch Naturschutzgedanken fördern.

Zwischen Londorf, Allendorf und Treis findet man entlang der Lumda eine Skulpturenausstellung. Der ortsansässige Bildhauer Alf Becker hat am Rande eines Wanderweges sechs große Skulpturen aus heimischer Basaltlava, auch blauer Lungenstein genannt, ausgestellt. Die Skulpturen sollen Kunst und Natur in harmonischer Weise verbinden.

Auf dem Lollarer Kopf (280m) findet man einen 3km langen Waldlehrpfad. Start ist beim Waldschwimmbad Lollar. Der Weg informiert über den Artenreichtum auf dem Lollarer Kopf, Tafeln liefern Informationen über heimische Waldtiere, Pilze und vieles mehr.


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