Londorf

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Londorf ist der größte Ort und zugleich Verwaltungssitz der Gemeinde Rabenau im Lumdatal. Im 13. Jahrhundert wurde in Londorf eine Wasserburg angelegt. Von dieser Burg sind heute noch Teile der Mittelburg aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Die Mittelburg ist eine fränkische Hofanlage und bis heute in Privatbesitz.

Öffentlich zugänglich ist der Burggarten Londorf, der 1820 nach dem Vorbild eines englischen Parks angelegt wurde. Hier wanderte schon der Dichter Rainer Maria Rilke gerne. Heute kann man bei Minigolf und Boule oder einem Kaffee den Tag dort genießen.

In Londorf steht das Heimatmuseum Rabenau. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Region in Vergangenheit und Gegenwart zu zeigen. Neben historischen Exponaten gibt es darum auch immer wieder Sonderaustellungen mit einer Brücke zur Gegenwart, wie beispielsweise die Ausstellung „Londorf in den letzten 50 Jahren“. Ein Themenschwerpunkt der Dauerausstellung widmet sich dem Abbau und der Verarbeitung des Londorfer Lungensteins.

Der so genannte Lungenstein-Basalt oder einfach nur Lungenstein wird seit dem 13. Jahrhundert in Londorf abgebaut. Heutzutage findet er vor allem da Verwendung, wo historische Bauten ausgebessert werden sollen. So ist der Londorfer Lungenstein der Stein der Wahl bei Reparaturen des Kölner Domes.

Ganz aus dem Lungenstein errichtet ist die vielleicht größte Sehenswürdigkeit Londorfs: seine evangelische Kirche, auch der Dom der Rabenau genannt. Das imposante Gebäude steht gegenüber dem Burggarten inmitten des Ortes. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil errichtet, der Wehrturm stammt noch von der Vorgängerkirche und wurde um 1250 errichtet. Im Inneren steht eine über 130 Jahre alte Orgel mit 1400 Pfeifen, der Altar und das zwölfeckige Taufbecken wurden übrigens auch aus Lungenstein gebaut.

Verlässt man Londorf nach Nordwesten Richtung Wermertshausen kommt man zum Sickler Teich. Seit 1984 ist der Sickler Teich bei Londorf wegen seiner sehr artenreichen Tier- und Pflanzenwelt als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier wachsen und gedeihen mehrere Rote Liste-Arten wie etwa der Große Wasserfenchel oder das Sumpfblutauge. Der Sickler Teich ist ein sogenannter Himmelsteich: In einer Senke sammelt sich das oberflächlich ablaufende Niederschlagswasser und bildet den Teich aus.

Jeden September kann man in allen Rabenauer Ortsteilen dasselbe wundersame Schauspiel beobachten: Ein Ortsdiener gibt einen Böllerschuss ab und verkündet die Eröffnung des Londorfer Michaelismarktes am zweiten Septemberwochenende mit dem Verlesen mitteralterlicher Marktregeln. Der Markt selber, mit traditionellem Fassbieranstich begonnen, findet im schönen Londorfer Ortszentrum statt. Hier können Besucher regionale Speisen probieren und auf dem Krämermarkt (kunst-)handwerkliche Gegenstände erwerben.

Während des Michaelismarktes findet auch das Rabenauer Kunstforum statt. Regionale Künstler stellen hier ihre Arbeiten im Bürgersaal am Londorfer Bahnhof aus. Die Künstler sind bei der Ausstellung persönlich vor Ort und können über ihre Werke Auskunft geben. Kunstinteressierte finden in Londorf zudem die Ateliergalerie Blaufelder, in der auf drei Stockwerken vor allem impressionistisch geprägte Gemälde mit regionalen Motiven zu finden sind.

Alle zwei Jahre findet im Burggarten das Londorfer Park- und Lichterfest statt. Tausende Lichter schmücken dann den Park und bilden leuchtende Figuren und Ornamente. Im Rahmenprogramm gibt es außerdem Musik, Kinderschminken, Kaffee und Kuchen.