Treis an der Lumda

Im Süden fließt die Lahn, im Norden erhebt sich der Totenberg (360m) und dazwischen schmiegt sich einer der schönsten Orte des Lumdatals, der Staufenberger Stadtteil Treis an der Lumda. Zahlreiche Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und kleine Brücken, die sich über die Lumda spannen, prägen Treis.

Treis an der Lumda kann mit einer adligen Vergangenheit aufwarten. Davon zeugen noch heute gleich zwei Burgen. Da ist einmal Burg Treis, auch Burg am Wasser genannt. Burg Treis liegt rechts der Lumda und stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Von der ehemals stark befestigten Burganlage zeugen noch die über einen Meter starken Ringmauern entlang der Lumda und ein Turm mit Erker sowie ein weiterer Turm – der neue Stock – an der Südseite.

Direkt gegenüber liegt Burg Ellhaus, die man auch unter dem Namen Burg Milchling kennt. Burg Ellhaus liegt links der Lumda Vermutlich wurde Burg Ellhaus im 13. oder 14. Jahrhundert als viereckiger spätgotischer Wohnturm – der sogenannte Alte Stock mit fast zwei Meter dicken Mauern – erbaut und 1679 erweitert.

Über Treis an der Lumda wachen heute aber keine Burgen mehr, sondern eine Kirche. Die Treiser Wehrkirche ist ein trutziger Bau, der wohl im Jahre 1250 errichtet wurde. Der Wehrturm der Kirche war ursprünglich mit Wehrgang, Brüstung und Schießscharten ausgestattet.

In Treis steht ein waschechter Eierautomat. Hier können die Treiser, wenn sie nach einer langen Nacht auf dem Weg nach Hause plötzlich Hunger verspüren, sechs oder zwölf Eier ziehen und sich, zu Hause angekommen, in die Pfanne schlagen. Das ist mal praktisches Fastfood.