Uplandweg Etappe 3 Padberg - Willingen


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑699m  ↓572m
Der Uplandweg führt auf der dritten Etappe ins Willinger Upland

Am Start in Padberg kann man noch etwas Kultur tanken, bevor es losgeht. Da ist zum einen Schloss Padberg, ein Herrenhaus aus dem Jahr 1891. Daneben gibt es zwei Gebäude, die noch ein wenig älter sind: das Kutscherhaus von 1874 und ein Wohnhaus, das um 1850 entstanden sein muss.

Spannender sind aber die beiden Padberger Kirchen: Die ältere von beiden ist die St. Peter Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Die Gewölbe, die etwa um 1200 entstanden sind, zeigen Reste von romanischen Fresken, und aus der gleichen Zeit stammt ein Kuriosum: Das älteste Holzfenster in Westfalen.

Die jüngere Kirche in Padberg ist die Pfarrkirche St. Maria Magdalena, die man wegen ihrer großzügigen Ausmaße mit den zwei großen Türmen und der neobarocken Fassade auch schon einmal Padberger Dom nennt. Sehenswert ist aber vor allem die Inneneinrichtung der Kirche: 1670 entstand der Hochaltar in der renommierten Papenwerkstatt, aus dem gleichen Jahr stammt auch der Taufstein aus Marmor. Das Becken ruht auf vier Säulen, was an die Pfarrkirche in Thülen erinnert. Der Marienaltar ist ein wenig jünger, er stammt aus 1736, wurde aber ebenfalls in der Werkstatt Papen angefertigt.

Gut informiert machen wir uns jetzt auf den Weg. Unterhalb der Mauerresten einer abgegangenen Burg am Hang des Neuenhagen (447m) geht es südwestlich nach Helminghausen direkt auf die kleine Kirche St. Maria von der Immerwährenden Hilfe zu, die 1906-07 erbaut wurde. 1956 entstand der charakteristische Glockenturm mit dem flachen pyramidenförmigen Dach.

Nur wenig südlich ragt die gewaltige Staumauer des Diemelsees 36m in die Höhe. Ihr vorgelagert ist ein kleinerer Weiher, an dem es sich entlangwandern lässt. Von hier aus fließt die 111km lange Diemel weiter Richtung Nordosten nach Marsberg und mündet schließlich bei Bad Karlshafen in die Weser. Die aus Bruchsteinen errichtete Mauer wurde nach den Vorgaben des Baumeisters Intze errichtet und ist etwa genauso groß wie das Absperrwerk des Edersees – der aber ungefähr zehn Mal die Menge an Wasser staut. Die Staumauer des Diemelsees bietet auch knapp hundert Jahre nach ihrem Bau einen beeindruckenden Anblick.

Dann geht es am Westufer des Diemelsees entlang, der bei Vollstau eine Fläche von 165ha einnimmt und als Regulativ für die Weser und den Mittellandkanal dient. Da kein Trinkwasser entnommen wird, sind am Diemelsee viele Wassersportaktivitäten möglich: Vom Tauchen über Schwimmen bis zur kleinen Kreuzfahrt mit der MS Muffert. Der Uplandweg begleitet die Diemel und folgt dann dem westlichen Arm, der von der Itter befüllt wird.

Die Itter, ein 19km langes Flüsschen, leitet uns nach Bontkirchen am Rand der Briloner Hochfläche – jetzt sind wir im Sauerland! In Bontkirchen fällt die 1896 erbaute Pfarrkirche St. Vitus ins Auge. Bedeutendstes Ausstattungsstück der Kirche ist eine gotische Madonnenstatue aus Baumberger Sandstein vom ersten Viertel des 15. Jahrhunderts.

Hinter Bontkirchen erreicht der Uplandweg das Willinger Upland, den einzigen Teil des Sauerlands, der nicht zu Nordrhein-Westfalen gehört. Die Landesgrenze nach Hessen verläuft hier über den Höhenzug Dreis, der mit dem Hohen Eimberg (806m) und dem Dreiskopf (781m) zwei markante Gipfel hat. An Schwalefeld vorbei erreicht der Uplandweg dann Willingen, das touristische Zentrum im Upland.

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