Rhein-Ruhr-Eck

Die Ruhr ist Namensgeber für den größten Ballungsraum in Deutschland, die Metropolregion Rhein-Ruhr. Die Ruhr entspringt bei Winterberg im Sauerland und prägt auf einer Länge von 219km das industrielle Herz von Nordrhein-Westfalen, bis sie bei Duisburg schließlich in den Rhein mündet.

Ab Hagen bildet die Ruhr die natürliche Grenze zwischen Ruhrgebiet im Norden und Bergischem Land im Süden. Als Teil des Niederbergischen Lands bildet das Rhein-Ruhr-Eck den südlichen Teil des Mündungsgebiets der Ruhr und bezieht die südlichen Stadtteile Mülheims mit ein.

Wer das Rhein-Ruhr-Eck zu Fuß erkunden will, wird erstaunt sein, wie grün es hier ist. Duisburger Stadtwald und Broich-Speldorfer Wald bilden eine grüne Nord-Süd-Achse. Mintarder Ruhrtalhang, Wambachtal und die Saar-Menderer Ruhraue bieten schöne Zielpunkte für Wanderer.

Grün geht es auch in den verschiedenen Parks und Gärten zwischen Duisburg und Mülheim an der Ruhr zu. Ganz vorne zu nennen ist der MüGa-Park, der im Zuge der Landesgartenschau angelegt wurde. Raffelbergpark, der neue Rheinpark, der Immanuel-Kant-Park und das Gebiet rund um den Entenfang lohnen einen Ausflug wie der Botanische Garten Duissern. Publikumsmagnet ist aber der Zoo Duisburg mit rund 1 Million Besuchern im Jahr.

Blickfang und lebendiges Herz im Stadtgebiet von Duisburg ist der Innenhafen, einst mit seinen Getreidemühlen und Speichern der Brotkorb des Ruhrgebiets, heute architektonisches Highlight, u.a. angedacht von Stararchitekt Norman Foster. Marina Duisburg, Five Boats, Buckelbrücke, Garten der Erinnerung, die Faktorei 21, die Hansegracht, das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst und das Kindermuseum Explorado in der Werhahnmmühle zählen zu den bekannten Anlaufstellen im Innenhafen.

Vom Innenhafen kommt man ins Zentrum von Duisburg rund um das Duisburger Rathaus am Mercatorbrunnen. Weitere sehenswerte Bauwerke im Rhein-Ruhr-Eck sind die Zoobrücke und die Expo-Brücke, der Stadtwerketurm, das Rheinorange an der Ruhrmündung, Schloss Broich, Haus Hartenfels, Haus Rott, die Villa Henle und die Mülheimer Stadthalle.

Wer sich für Kirchen interessiert muss natürlich die Salvatorkirche besuchen, die evangelische Hauptkirche von Duisburg, entstanden im 14. Jahrhundert und Grabstätte von Kartograph Gerhard Mercator und Johannes Clauberg (1622-1665), dem Gründungsrektor der Universität Duisburg. Einen Besuch lohnen auch das Kloster Saarn und die katholische Pfarrkirche St. Laurentius aus dem 9. Jahrhundert.

In Sachen Kultur gibt es natürlich in einem so dicht besiedelten Gebiet wie dem Rhein-Ruhr-Eck ebenfalls Einiges zu entdecken. Nennen kann man etwa das Museum zur Vorgeschichte des Films mit der größten begehbaren Camera Obscura weltweit, das Kultur- und Stadthistorische Museum am Innenhafen, das Wilhelm-Lehmbruck-Museum und das Leder- und Gerbermuseum.