Duisburg-Duissern

Der Duisburger Stadtteil Duissern grenzt im Norden an die Ruhr und zieht sich südwärts bis zum Kaiserberg (78m) und dem Zoo Duisburg. Die Mülheimer Straße bildet im Süden die Grenze zu Neudorf. Duissern ist einer der ältesten Stadtteile von Duisburg. Die Königsberger Allee ist ein Teil des Grüngürtels, der sich vom Bahnhof bis zum Kaiserberg zieht.

Im Villenviertel Kaiserberg in der Straße Wilhelmshöhe 10 steht die Villa Henle, die im Rahmen des Bauprojekts „Quartier Wilhelmshöhe“ saniert werden soll, nach fast zwanzig Jahren Leerstand. Die haben die 1921 erbaute zweigeschossige Villa in einem rund 9.300qm großen Areal stark verfallen lassen. Benannt ist die Villa nach dem CDU-Politiker und Industriellen Günther Henle (1899-1979).

Südlich der Wilhelmshöhe verläuft die Mülheimer Straße, in der auch einige Häuser denkmalgeschützt sind. Eines davon ist das Gasthaus Lindenwirtin. Das teils massive und teils im Fachwerk errichtet Haus wurde um 1728 als Wohngebäude gebaut und ist heute eines der ältesten erhaltenen Gebäude in Duisburg und ein beliebtes Lokal mit Biergarten.

Auf dem Weg zur Wilhelmshöhe und dem Kaiserberg kommt man zum Botanischen Garten Duissern. Der Haupteingang liegt in der Schweizer Straße. Der Botanische Garten wurde erstmals 1890 erwähnt. Kurz drauf wurde das Areal erweitert. Man legte unter anderem einen Alpengarten an und baute ein Seerosenbecken. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Botanische Garten bis 1956 wieder hergerichtet. Zu sehen sind ein Alpen- und Heidegarten, man entdeckt Arznei- und Gewürzpflanzen, es finden sich Rosen und ein Naturgarten, ein Teich mit Seerosen und Goldfischen, Mammutbäume und Ginkgos.

Eine weitere Parkanlage im grünen Duissern liegt an den Schienen nahe des Hauptbahnhofs und der Mülheimer Straße. Der Goerdeler Park ist ein Verbindungsglied zwischen dem Bahnhof und dem Stadtteil Duissern und er schließt sich an den Grünzug der Königsberger Allee an. Die Geschichte des Goerdeler Parks beginnt im Jahr 1955. Ein alter Baumbestand hat sich erhalten und am Park liegt die Villa Königsberg, zu der er früher gehörte. Als Begrenzung zur Villa wurde eine Taxus-Hecke gepflanzt. Östlich der Villa Königsberg wurde der Wassergarten annähernd wieder so hergestellt, wie er seinerzeit war. Man findet hier Sitzmöglichkeiten und Blumenbeete.

Die Villa Haus Königsberg steht an der Mülheimer Straße und wurde 1870 im Stil des Neoklassizismus zweigeschossig gebaut. Auffallend sind das Portal mit den Säulen und die Dreiecksgiebel.

In der Martinstraße, zwischen Königsberger Allee und Mülheimer Straße, steht die evangelische Lutherkirche. Sie wurde im Stil des Neobarock 1895 gebaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche aus den alten Steinen wieder aufgebaut und durch Stahlbetonkonstruktionen ergänzt. Den letzten großen Umbau mit Drehung des Kirchenraums fand 2004 statt.

Die evangelische Gemeinde baute an der Wintgensstraße im Jahr 1971 eine weitere Kirche und ein Gemeindezentrum. Da die Zahl der Gemeindemitglieder zurückging, wurde diese Kirche 2004 aufgegeben und nach einer Umnutzung gesucht. Die fand sich auch in Form eines Kolumbariums. Das ist eine Urnenbegräbnisstätte. Das Kolumbarium in Duissern besteht seit 2012 und hat Platz für 885 Urnen in Einzel- und Doppelnischen.