Eifeler Quellenpfad Etappe 1 Blankenheim - Nettersheim


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑481m  ↓504m
Eifeler Quellenpfad Blankenheim Nettersheim

Wir starten den Eifeler Quellenpfad am Platz vor dem Eifelmuseum im historischen Ortskern von Blankenheim, wo das Wanderportal steht (so nennt man die großen Informationstafeln, die den Wegverlauf darstellen).

Natürlich nutzen wir die Chance und spazieren die paar Meter weiter linkerhand zur Quelle der Ahr, die im Keller eines Fachwerkhauses in gefasster Quelle entspringt und dann durch Blankenheim weiter zum Schwanenweiher fließt.

Vom Wanderportal aus geht man den Burgberg hinauf zur katholischen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt (sehenswertes Innenleben) und weiter zur Burg Blankenheim. Burg Blankenheim wurde als Höhenburg im 12. Jahrhundert errichtet und später zu einem Schloss umgebaut. Heute ist in Burg Blankenheim eine Jugendherberge untergebracht.

Über das früher für einen Tiergarten genutzte Hochplateau hinter Burg Blankenheim wandert man – größtenteils auf der Trasse des Eifelsteigs – in einem Bogen ins Urfttal, passiert dieses und genießt dann den Weg durch den Wald hinauf auf die Nettersheim-Marmagener Hochfläche.

Man kommt nach Marmagen, wo man im Ortskern auf die katholische Pfarrkirche St. Laurentius trifft. Die Laurentiuskirche stammt in ihren ältesten Teilen aus spätgotischer Zeit. Die moderne Innengestaltung kontrastiert schön mit dem alten Gemäuer, das zudem von einigen schmucken Fachwerkhäusern eingerahmt ist.

Man verlässt Marmagen nach Westen und wandert hinauf auf den Mühlenberg (547m). Hier lohnt ein Aufstieg auf den Aussichtsturm Eifel-Blick. Vom Aussichtsturm bietet sich ein weiter Rundumblick bis zum Höhenzug Kermeter nördlich und über den Münstereifeler Wald im Osten.

Durchs Naturschutzgebiet Gillesbachtal geht es weiter. Man kommt zur Hallenthaler Mühle, einer ehemaligen Zwangsmühle der Abtei Steinfeld. Hinter der Hallenthaler Mühle trifft man erneut auf den Eifelsteig und folgt diesem zum Grünen Pütz.

Der Grüne Pütz ist die in Stein gefasste Quelle der Eifelwasserleitung, die die Römer einst anlegten, um Köln – die Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien – mit Wasser zu versorgen. Bis zu 20 Millionen Liter Trinkwasser konnten täglich durch die rund 90 km lange Leitung fließen, und das ohne Pumpen. Nur das natürliche Gefälle sorgte für den richtigen Durchfluss, eine Meisterleistung römischer Bauherrenkunst und das größte antike Bauwerk nördlich der Alpen.

Vom Grünen Pütz geht es im letzten Wegabschnitt südwärts nach Nettersheim, wo die erste Etappe auf dem Eifeler Quellenpfad unterhalb der katholischen Pfarrkirche St. Martin endet. Die Martinskirche entstand 1784-85 und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg um zwei Seitenschiffe vergrößert. Die Martinskirche mit Westturm ist aus verputztem Bruchstein und besitzt ein sehenswertes Martinsfenster, das als Motiv schon einmal eine Briefmarke zierte (Weihnachtsbriefmarke 2011). Im Inneren stammen die Altäre aus dem 17. Jahrhundert und zwei auffällige geschnitzte Chorstühle aus dem Kloster Steinfeld sind noch rund 200 Jahre älter.

Eifeler Quellenpfad Etappen


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