Eifelschleife Frühstücksbuche (mit Archäologischem Landschaftspark)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑287m  ↓287m
Eifelschleife Frühstücksbuche Wegzeichen Markierung Beschilderung

Wandern ist immer auch eine Reise durch die Geschichte, die Erdgeschichte eh. Wandern in der Eifel ist fast immer eine Reise in die römische Geschichte. So auch diese Runde mit Ausgangsort Nettersheim an Urft und Genfbach, mit Tempelanlagen und ehemaligen Kalköfen und dem Platz der Frühstücksbuche, ein Ort der jüngeren Wettergeschichte.

Nettersheim ist übrigens sehr gut angebunden, per A1 und der Abfahrt 113 und der Bahn mit der Eifelstrecke. Westlich dieser Bahn geht’s los, an der Urft in Nettersheim, zwischen Spielplatz, Alter Schmiede mit Haus der Fossilien, einem Bauerngarten und dem Infopunkt des Naturzentrums Eifel.

Wir wandern gen Süden, queren Gleis, nehmen den Weg Kaninhecke und kommen zur Kalkbrennerei aus dem 19. Jahrhundert. Die Route verläuft mit dem Eifelsteig. Die Urft fließt zu unserer Linken und umspielt dem Römerweiher, an dem wir als nächstes vorbeikommen. 

Jetzt halten wir uns rechts, queren erneut die Eifelstrecke, um zum Archäologischen Landschaftspark Nettersheim an der Via Agrippa zu gelangen, mit den Ausgrabungen. Der Teil des Areals mit der Görresburg liegt zugleich im Naturschutzgebiet Schleifbachtal.

Die Görresburg ist ein Tempelbezirk. Drei Bauten wurden entdeckt. Wir sehen auch das Matronenheiligtum, bestehend aus drei Relieffiguren der Matronae Aufaniae, was mit Familienmutter oder vornehme Dame übersetzt werden kann. Die Originale sind Rheinischen Landesmuseum Bonn.

Wenn wir aus der Schleife der Römer zurück und die Bahn wieder passiert haben, kommen wir an der Urft entlang an einem Kleinkastell vorüber. Auf und ab begeben wir uns auf den Südbogen durch Wald. Die Frühstücksbuche war eine Dreier-Baumgruppe, die 1990 dem Orkan Wiebke trotzte. 23ha Mischwald wurden in den 3 Jahren drauf wieder aufgeforstet. 2017 fielen die drei Buchen dann doch. Anstelle der Gruppe wurde ein neues Bäumchen gepflanzt.

Wir erreichen nach rund 8,9km bei 577m den höchsten Punkt und kommen zur Schutzhütte Waldmusik. Westlich ist das Naturschutzgebiet Dallwegen. Wir halten uns gen Osten und treffen auf einen Angelsportverein mit Teichen.

Recht schön ist auch das Naturschutzgebiet Genfbachtal südöstlich Nettersheim, mit Nasswiesen und Auwald. Wir treffen den Genfbach und können bei der idyllisch gelegenen  Ahekapelle ein wenig innehalten. Mit dem Genfbach und diesen kreuzend kommen wir nach Nettersheim zum Kirchberg mit St. Martin (1785). Alsbald sind wir am Ausgangsort.

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