Nettersheim

Nettersheim liegt an der Mündung des Genfbachs in die Urft und ist umgeben von viel Natur und Wald. Man nennt sich daher auch selbstbewusst Naturerlebnisdorf – und dokumentiert diesen Anspruch u.a. mit dem Naturzentrum Eifel. Man könnte sich aber auch Kulturerlebnisdorf nennen, denn die Gemeinde Nettersheim verfügt über einen reichhaltigen Schatz an Zeugen aus der Zeit der Römer, z.B. den Grünen Pütz und den römischen Tempelbezirk Görresburg.

Einen schönen Überblick über das Naturerlebnisdorf Nettersheim und das Urfttal hat man vom Aussichtspunkt Eifelblick auf dem Enzenberg (495m). Der Aussichtspunkt liegt im Südosten von Nettersheim.

Vom Enzenberg sieht man z.B. schön die katholische Pfarrkirche St. Martin. Die Martinskirche entstand 1784-85 am Kirchberg. In den 1960er Jahren wurde sie um zwei Seitenschiffe vergrößert und erhielt eine Orgelempore. Die Martinskirche mit Westturm ist aus verputztem Bruchstein und besitzt ein sehenswertes Martinsfenster, das als Motiv schon einmal eine Briefmarke zierte (Weihnachtsbriefmarke 2011). Im Inneren stammen die Altäre aus dem 17. Jahrhundert und zwei auffällige geschnitzte Chorstühle aus dem Kloster Steinfeld sind noch rund 200 Jahre älter.

In Nettersheim fällt zudem das bauliche Ensemble des ehemaligen Herz-Jesu-Klosters mit der Kapelle ins Auge. Es liegt an der Klosterstraße, die nach Zingsheim führt. Die Genossenschaft der Cellitinnen, die nach den Regeln des heiligen Augustinus praktizieren und deren Kern die Versorgung von Kranken ist, haben 1917 in Nettersheim eine Niederlassung gegründet. Seit 1978 findet sich hier das Seniorenheim Haus Tannenblick. Das repräsentative lang gestreckte und heute in den Obergeschossen verschieferte Gebäude mit rotem Sandsteinsockel, Giebelbauten und der Kapelle war früher viel verwendetes Postkartenmotiv.