Eifelspur Silberschatz (zum Matronenheiligtum Nettersheim)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑143m  ↓143m
Eifelspur Silberschatz Markierung Beschilderung Wegzeichen

Auf den Spuren der Römer in der Gemeinde Nettersheim kommen wir in den Archäologischen Landschaftspark Nordeifel, genießen kühle Wälder, bunte Wiesen und aufanischen Matronen (Matronae Aufaniae). Matronae sind keltisch-römische Muttergottheiten. Ein Kultzentrum war der Tempelbezirk Görresburg, den wir von Marmagen aus erreichen.

Marmagen ist Start/Ziel für die 10 km lange Wanderung. Der Ort wurde bereits in der Römerzeit als Vicus Marcomagus genannt und liegt an der Via Agrippa von Trier nach Köln. Die Vorfahren des Eiffelturm-Erbauers Gustave Eiffel kamen aus Marmagen. Bei Eiffel-Denkmal starten wir in den Keltenring. Mit dem Heideweg verlassen wir gen Osten das Städtchen, kommen über Wiesen in ein Wäldchen.

Hier grenzt das Naturschutzgebiet Schleifbachtal südwestlich Nettersheim an. Wir treffen dann auch auf den Schleifbach und kommen zur Görresburg an der Via Agrippa. Wir sind im Archäologischen Landschaftspark Nettersheim. Die Görresburg ist keine Burg, sondern ein römischer Tempelbezirk, benannt nach dem Flurnamen. Drei Bauten wurden in den dortigen Grundmauern entdeckt.

Zu sehen sind bei der Görresburg drei Dreiergruppen von Relieffiguren der Matronae Aufaniae, vielmehr ihre Kopien, die Originale sind im Rheinischen Landesmuseum Bonn. In der unmittelbaren Umgebung fand man zahlreiche Überreste einer römischen Siedlung mit spätantiker Befestigung. An dieser historischen Besonderheit kommt auch der Eifelsteig auf seiner 6. Etappe vorbei sowie der Eifeler Quellenpfad auf seiner 1. Etappe und die Nettersheim-Tour Archäologie.

Derart geschichtlich angereichert wandern wir durch die Wiesen und Felder unserer heutigen Kulturlandschaft, kommen durch Wald und nach Marmagen zurück. Dort bietet sich ein Bummel an, beispielsweise zur Kirche St. Laurentius aus der Spätgotik oder zur Alten Burg, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt.

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