Wiedweg Etappe 2 Höchstenbach - Altenkirchen


Erstellt von: Westerwaldverein
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑313m  ↓365m
Der Wiedweg im Westerwald führt auf Etappe 2 in den Altenkirchener Westerwald

Der Wiedweg führt von Höchstenbach im Hatterter Grund weiter nach Altenkirchen im Sieg-Westerwald. Hier hat die Wied schon die Stärke, Mühlen anzutreiben und früher klapperten zahlreiche Mahlwerke im Wiedtal.

Am Startpunkt in Höchstenbach lohnt ein Blick auf die evangelische Pfarrkirche St. Georg. Die spätromanische Kirche wird von einem achteckigen Spitzhelm gekrönt. Im Innenraum wurden Wandmalereien freigelegt, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammen und Christus als Weltenrichter umgeben von Evangeliensymbolen und Heiligengestalten zeigen.

Von Höchstenbach aus geht es an der Krambergsmühle vorbei dem Lauf der Wied folgend in Richtung Mudenbach. Der Wiedweg passiert einige frühere Mühlen, die heute teilweise touristisch genutzt werden. Kurz vor dem Mudenbacher Ortsteil Hanwerth mündet der Rothenbach in die Wied. Von hier ist nicht mehr weit bis Mudenbach, wo früher am Hofgut Farrenau eine Pulvermühle ihren Dienst versah. Nach drei Explosionen wurde der Betrieb 1901 aber aus Sicherheitsgründen eingestellt.

Nächste Station des Wiedwegs ist Ingelbach, das bereits im Altenkirchener Westerwald liegt. Links der Wied liegt der Herzberg, der einst Standort der Herzburg gewesen sein soll, von der man heute allerdings nichts mehr sieht. Bei Ingelbach schlägt die Wied einen Bogen und richtet sich dann westwärts. Das kleine Dorf Widderstein liegt schön eingebettet im Talgrund.

Der Wiedweg steuert jetzt Michelbach im Westerwald an. Hier arbeitet noch heute die Michelsbacher Mühle. Mit ihren sechs Mahlwerken ist sie einer der größten Mühlenbetriebe im Umland und verarbeitet täglich bis zu 110t Weizen oder 60t Roggen. Die Wied treibt eine Turbine an, die dann Strom für die Mahlwerke erzeugt. Der Wiedweg führt direkt am Mühlengraben entlang.

Kurze Zeit später wechselt der Wanderer die Uferseite und geht nun links der Wied durch das über 400ha große Landschaftsschutzgebiet Im Dorn in Richtung Johannisberg (282m). Auf der Höhe steht der Bismarckturm, der 1914 für 14.000 Reichsmark 14m hoch gebaut wurde. Leider ist der Aussichtspunkt seit 2006 wegen Baufälligkeit geschlossen, aber ein eigens eingerichteter Verein kümmert sich mit viel privatem Engagement um die Restaurierung.

Unweit des Bismarckturms liegt linker Hand mitten im Staatsforst Altenkirchen ein 1937 von Jägern errichtetes Ehrenmal für den Heimatdichter Hermann Löns. Rechter Hand in Richtung Altenkirchen findet sich im Waldbereich oberhalb des Altenkirchener Wiesentals auf einem weiträumigen Plateau das um 1927 entstandene Kriegerdenkmal. Folgt man aber dem Wiedweg, geht es ein letztes Mal über den Fluss und man erreicht Leuzbach und die Stadt Altenkirchen.

Wiedweg Etappen


Wiedweg-Etappe 1 - Wiedweg-Etappe 2 - Wiedweg-Etappe 3 - Wiedweg-Etappe 4 - Wiedweg-Etappe 5 - Wiedweg-Etappe 6 - Wiedweg-Etappe 7 - Wiedweg-Etappe 8

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenDer Inhalt dieser Seite unterliegt der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz. © Westerwaldverein via ich-geh-wandern.de