Gieleroth

Hotel im HeisterholzHotel im Heisterholz

Die Quellen des kleinen Almersbachs, der wenig später der Wied zufließt, liegen auf dem Gemeindegebiet von Gieleroth, einer Siedlung, die schon frühzeitig am Verlauf der Hohen Straße von Köln nach Frankfurt am Main angelegt worden ist.

Dass Gieleroth zu den älteren Westerwaldortschaften zählt, wenngleich die erste urkundliche Erwähnung erst auf das Jahr 1408 datiert, legt nicht nur die verkehrstechnisch günstige Lage nahe. Auch Bodenfunde und alte Gemarkungsnamen am Herzberg (325m) weisen darauf hin, dass hier früher eine Burg die Handelsreisenden schützte. Bis ins Mittelalter hinein soll die Herzburg bestanden haben, deren Anlage wohl auf eine keltische Fliehburg zurückgeht. Ein letzter noch erhaltener Abschnittswall ist heute als Bodendenkmal eingetragen.

Mit dem Aufstreben von Altenkirchen und Almersbach, die beide im 14. Jahrhundert Stadtrechte erhielten, kam Gieleroth – und damit auch die Herzburg – aus dem Fokus. Trotzdem blieb der Verkehr ein wichtiger Standortfaktor und Ende des 17. Jahrhunderts wurde in Gieleroth eine Kaiserliche Reichs-Posthalterei und Pferdewechselstation eingerichtet.

Die Poststation befand sich im heutigen Reinhardshof, einem charakteristischen Westerwälder Einfirsthaus, das heute als Kulturdenkmal geschützt ist. Der in der Nähe liegende Postweiher diente früher als Pferdetränke und ist seit 1986 ein ebenfalls geschützter Landschaftsbestandteil.

Mitten im Staatsforst Altenkirchen zwischen Gieleroth und Almersbach liegt der Rauhe Stein, ein fast 4m hoher Basaltblock, der früher wohl als Kultstätte genutzt wurde. Heute führt u.a. der Altenkirchener Holzweg am Rauhen Stein vorbei, der ein beliebtes Fotomotiv für Wanderer geworden ist.