Almersbach

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An der südlichen Seite der Wied liegt an der Einmündung des gleichnamigen Baches das Dorf Almersbach. Bereits 1357 erhielt die Gemeinde die Stadtrechte von Kaiser Karl IV, allerdings wurden diese Rechte nie aktiv genutzt z.B. durch Bau von Schutzanlagen oder ähnlichem.

Die Bedeutung von Almersbach spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass hier bereits 1199 eine Kirche erwähnt wird. Die heutige spätromanische Pfarrkirche Almersbach stammt allerdings erst aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. Der Kirchenbau liegt auf einem Bergrücken über der Wied. Er gehört in die Reihe spätromanischer Dorfkirchen des Westerwaldes wie sie in Birnbach, Höchstenbach oder Mehren zu finden sind.

Die flachgedeckte Pfeilerbasilika wird durch einen schweren Westturm mit barocker Haube abgeschlossen. Der Begriff Basilika bezieht sich hier auf das architektonische Verständnis und meint, dass die Grundrisse abgeleitet sind von dem Idealbild des Tempels Salomos in Jerusalem. Selbst die Ausmaße der Almersbacher Pfarrkirche entsprechen den biblischen Überlieferungen.

In der Basilika finden sich prächtige mittelalterliche Fresken, die bei einer Restauration 1915 freigelegt und 2006 aufgearbeitet worden sind. Das Wandbild in der Apsis der nördlichen Seitenschiffs ist um das Jahr 1230 angefertigt worden, die Darstellung des Christopherus an der Nordwand des Chorraums ebenfalls.

Südlich schließt sich Almersbach direkt Fluterschen an. Hinter Fluterschen steigt das Gelände auf 320m ü. NN an und bildet die Wasserscheide zwischen dem Wambach und Holzbach im Süden und der Wied im Norden. Von der Höhe hat man eine gute Aussicht zur Willrother Höhe und ins Siebengebirge.