Mehren (Westerwald)

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Mehren – oder von den umliegenden Gemeinden auch Mihedscher Loch genannt – ist eines der wenigen Westerwalddörfer mit einem fast geschlossenen aus Fachwerkhäuser bestehenden Kern. Teilweise sind die Fachwerkbauten sogar noch mit Stroh gedeckt. Die Eigenwerbung bringt es denn auch auf den Punkt: Wir sind im Fachwerkdorf Mehren.

Ein besonders prachtvoller Fachwerkbau ist die alte Schule, ein heute im Privatbesitz befindliches Schulhaus im spätgotischen Stil, das im 16. Jahrhundert gebaut wurde. Unterhalb der alten Schule befindet sich das 1547 erbaute ehemalige Verlies von Mehren, das Bullesjen. Die Tür des alten Ortsgefängnisses ist tagsüber unverschlossen und Besucher sind herzlich willkommen.

Das Schmuckstück von Mehren ist aber die dreischiffige Pfeilerbasilika, die um 1200 erbaut wurde. Über dem Chor befindet sich ein malerischer Fachwerkspeicher, der 1744 hinzugefügt wurde und der Kirche in Mehren ihren besonderen Charme verleiht. Die evangelische Kirche wurde 1910-11 umfassend restauriert und die Seitenschiffe dabei fast vollständig erneuert.

Direkt am Westerwaldsteig gelegen ist die 1986 errichtete Freilichtbühne und ein kleiner, malerischer Dorfweiher. Die Freilichtbühne ist im griechischen Stil gehalten und bietet Platz für 400 Besucher.

Mehren ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ins Mehrbachtal. Der Mehrbach entspringt etwa 2km nordwestlich von Weyerbusch und mündet nach knapp 23km am Kloster Ehrenstein in die Wied. Er ist in weiten Teilen die natürliche Grenze zwischen den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied. Zudem bildet er hier im Altenkirchener Westerwald ein kurzes Stück der Sprachgrenze zwischen dem Kölnisch geprägten Dialekt – der Fachmann nennt diesen Dialekt Nordmittelfränkisch oder Ripuarisch – und dem moselfränkischen, was ansonsten im Westerwald gesprochen wird.