Wandern im Gieseler Forst

Wer einmal quer durch den Gieseler Forst wandern will, der ist gut beraten, sich die Bonifatius-Route anzuschauen. Sie kommt vom Oberwald im Hohen Vogelsberg und erreicht den Gieseler Forst bei Blankenau. Von der Propsteikirche leitet die Bonifatius-Route über die Kapelle Kleinheiligkreuz zentral durch den Gieseler Forst und erreicht bei Malkes das Stadtgebiet von Fulda.

Hinter dem Kürzel EMÜ auf einigen Wanderkarten verbirgt sich die Mühlentour, eine Hessen-Extratour. Ein rotes M markiert den Mühlenweg durch die östlichen Ausläufer des Vogelsbergs, im Westen des Gieseler Forsts. Knapp 18km sind ausgeschildert. Seinen Namen verdankt der Mühlenweg den drei Mühlen im Tal der Kalten Lüder, die die Route verbindet: die Sieberzmühle, die Zwickmühle und die Hessenmühle. Ebenso führt der Mühlenweg an der Kapelle Kleinheiligkreuz vorbei

Der Gieseler Forst liegt im Übergang vom Vogelsberg in die Rhön. Daher gibt es natürlich auch einen schönen Weg, der vom Gieseler Forst in die Rhön führt, der Wasserkuppenweg. Der Wasserkuppenweg ist vom Rhönclub angelegt und leitet von Giesel über den höchsten Berg der Rhön – die Wasserkuppe (950m) ins Naturschutzgebiet Lange Rhön. Ziel ist nach gut 85km Ritschenhausen.

Ein weiterer Fernwanderweg des Rhönclubs ist der Heidelsteinweg. Er startet in Neuhof und leitet über das Rote Moor und die Matten des Heidelsteins (926m) nach Ostheim vor der Rhön, der Stadt, die durch ihre Kirchenburg weit über die Grenzen der Rhön hinaus bekannt ist.

Ebenfalls in Neuhof wurde 1999 ein 10km langer Planetenwanderweg eingerichtet. Der Planetenwanderweg führt von Neuhof nach Kalbach-Eichenried. Ausgangspunkt ist die Wernher-von-Braun-Schule. Ein großer Vorteil des Neuhofer Planetenlehrpfades gegenüber anderen Planetenwegen ist, dass man von der jeweiligen Station Ausblicke auf andere Stationen und die herrliche Mittelgebirgslandschaft am Rande der Rhön hat. Von Kalbach-Eichenried als Außenstation (Pluto) bietet sich dem Wanderer ein Panoramablick über Wasserkuppe (950m), Milseburg (835m) in der Kuppenrhön, Fulda und hinüber bis zum Hoherodskopf (764m) im Vogelsberg.

Die Gemeinde Großenlüder hat ein Wanderwegenetz von rund 130km ausgewiesen. Zwanzig Wandertouren werden angeboten. Die neuen Kennzeichnung ist auf blauen Schildern mit weißer Schrift. Der Kautenrundweg beispielsweise ist 4,4km lang und führt an der Teufelskaute mit kleinem Kratersee vorbei. Die Wege in Großenlüder starten oft auf dem Wanderparkplatz Zabershof und die längste Route von dort aus misst keine 10km.