Trierer Talweite

Dass Trier schon seit Jahrtausenden besiedelt ist und hier die Römer im Jahr 17 vor Christus aus einer Treverersiedlung eine Stadt entwickelten – damit ist Trier wohl die älteste Stadt Deutschlands – hat was damit zu tun, dass sich das Moseltal hinter der Einmündung der Saar weitet, bevor es ab Schweich wieder deutlich enger wird.

Hier in der Trierer Talweite liegt seit nunmehr über 2.000 Jahren die Stadt Trier. Einige markante Reste aus der Zeit der Römer sind erhalten und seit 1986 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt. Bekannte Baudenkmäler der Römer in Trier sind die Porta Nigra, die Kaiserthermen und die Barbarathermen, die Römerbrücke und das Amphitheater.

Ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt der Trierer Dom, die älteste Bischofskirche in Deutschland. Bereits im 3. Jahrhundert wurde das Bistum Trier gegründet und Eucharius wurde der erste Bischof auf deutschem Boden. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Trier Erzbistum und die Trierer Erzbischöfe Kurfürsten im Heiligen Römischen Reich.

Ein weiteres Baudenkmal, das Welterbe-Status hat, ist die Liebfrauenkirche direkt neben dem Trierer Dom. Die Liebfrauenkirche wurde auf einem rosenförmigen Grundriss erbaut und zählt neben der Marburger Elisabethkirche zu den ältesten gotischen Kirchen des Landes.

Aber unterhalb des Welterbe-Niveaus gibt es in der Trierer Talweite einige herausragende Objekte zu sehen, Da ist z.B. die Abteikirche St. Matthias (die einzige Kirche in Deutschland, in der ein Apostel begraben ist), die Heiligkreuzkapelle, die barocke Pfarrkirche St. Paulin mit Innenausstattung von Balthasar Neumann und die Konstantinbasilika aus dem 4. Jahrhundert mit dem großen Kaisersaal und benachbart das Kurfürstliche Palais.

Einer der weltweit bekanntesten Deutschen stammt aus Trier: Karl Marx wurde 1818 in Trier geboren. Das Karl-Marx-Haus ist heute ein Museum. Sehenswert sind auch das Kürenzer Schlösschen, der Wasserturm auf dem Petrisberg, der Maximiner Hof in Tarforst, die Irscher Burg und die Viehmarktthermen – die älteste Thermenanlage in Trier.

Wer tiefer in die Kultur einsteigen will, kann eines der vielen Museen in Trier besuchen. Ganz vorne dabei sind das Rheinische Landesmuseum Trier, das Museum am Dom Trier und das Stadtmuseum Trier im Simeonstift. Und etwas Kultur zum Ablenken kann man im Kulturzentrum Exhaus erleben.

Bei aller Kultur sollte man nicht vergessen, dass Trier im schönen Moseltal liegt. Für Wanderer lohnen Abstecher in den Mattheiser Wald (ehemals Truppenübungsplatz, jetzt Naturschutzgebiet), auf den Naumeter Kopf (344m), ins rebengesäumte Avelertal oder in Nells Ländchen.

Vgwort