Trier-Heiligkreuz

Der Trierer Stadtteil Heiligkreuz liegt südlich der Bahnlinie und des Stadtteils Trier-Süd auf einem leicht ansteigenden Höhenrücken. Heiligkreuz wurde nach der Heiligkreuz-Kapelle benannt, die mit dem Kreuzweg als Denkmal ausgewiesen ist. Urheberin der Kapelle soll die heilige Helena gewesen sein, die im 4. Jahrhundert in Trier lebte.

Der Bau der Heiligkreuzkapelle geht auf den Dompropst Arnulf im 11. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit ließ er vor den Trierer Stadtmauern die Kapelle auf einem Kreuzgrundriss errichten, ein gleichschenkliges griechisches Kreuz. Die Heiligkreuzkapelle ist eine der ältesten sakralen Gebäude in diesem Stil in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus stark beschädigt und 1958 erneut originalgetreu wieder errichtet.

Der alte Teil aus dem 11. Jahrhundert ist der kleine frühromanische Zentralbau mit dem Mittelturm als Krone. Der Neubau, die heutige katholische Pfarrkirche Heiligkreuz ist ein hoher rechteckiger Kubus aus Ziegeln. Das Dach ist eine Stahlbeton-Konstruktion, mit Kupfer eingedeckt und einer Kugelbekrönung. Man sieht noch zwei Rundtürme mit einem Spitzkegeldach. Der Neubau stammt von 1960-61 und geht auf Pläne des Architekten Gottfried Böhm zurück.

Heiligkreuz hieß früher Wisport, benannt nach einem weißen Tor, der Porta Alba, ein Stadttor von Trier. Nachdem die Stadtmauer aufgegeben worden war, siedelten mehrere Bauern um dieses Tor und bildeten den Ort Wisport. Die Eingemeindung nach Trier fand 1912 statt.