Trier-Nord

Der größte Bezirk von Trier ist der Stadtteil Trier-Nord direkt an der Mosel gelegen. Die Uferpromenade Zurlauben mit ihren denkmalgeschützten Häusern und einigen Gaststätten ist eine beliebte Ausgehmeile in Trier.

Zurlauben war einst ein kleines Fischerdorf. Unter Denkmalschutz stehen gleich mehrere Häuser am Zurlaubener Ufer mit Mansarddachbauten aus dem 18. Jahrhundert. Im Kern gehen einige der Gebäude auf eine ältere Bauzeit zurück. Am zweiten Juliwochenende lockt jährlich das Zurlaubener Heimatfest an die Uferpromenade.

Das Wahrzeichen von Trier-Nord ist die barocke Pfarrkirche St. Paulin, deren Innenausstattung von Balthasar Neumann gestaltet wurde. 1958 wurde St. Paulin vom Papst zur Basilica minor erhoben. Die heutige Kirche entstand 1734-57 und ist bereits die dritte Kirche an diesem Standort. Die erste Kirche entstand bereits im 4. Jahrhundert. Seit 2016 erstrahlt St. Paulin wieder in der historischen Farbgebung in rotbraun, gelb und weiß.

Einst gab es vier Benediktinerklöster in Trier. Das größte war die Reichsabtei St. Maximin, wo heute die Sporthalle einer katholischen Privatschule drin ist und Konzerte stattfinden. Unter der Kirche kann ein antikes Gräberfeld im Rahmen von Führungen besichtigt werden mit über tausend Sarkophagen. Die Klostergründung war im 4. Jahrhundert. Erhalten sind aus der Bauzeit der ehemaligen Abteikirche St. Maximin und den Jahren 1680-84 das Eingangsportal des Klosters und die Kirche.

Etwas weiter moselabwärts kommt man ins Nells Ländchen. Der Park mit großem Teich wurde Nikolaus Nell, Kanonikus am Stift St. Paulin, im ausgehenden 18. Jahrhundert angelegt. Aus dem seinerzeit feuchten Ödland zauberte Nell mit dem Gärtner Jakob Gotthard eine erlebnisreiche Naturlandschaft im frühromantischen englisch-holländischen Stil. Nells Ländchen wartet mit einigen Sehenswürdigkeiten auf, etwa dem Rosengarten, dem barocken Rautenstraucher Gartenpavillon und dem klassizistischen Verwalterhaus.

Rund 13.500 Einwohner hat Trier-Nord, das allerdings auch als sozialer Brennpunkt gilt. Für die soziale Arbeit mit Jugendlichen und kulturelle Veranstaltungen mit Bands sorgt das Exhaus, eigentlich Exzellenzhaus. Es gehörte ursprünglich zum Trierer Kloster Marien, war später Kaserne und ist seit 1972 ein selbst verwaltetes Jugend- und Kulturzentrum.

Regionaler Bezug:

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