Schinderhannespfad Etappe 5 Kronberg - Eppstein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑435m  ↓475m
Der Schinderhannespfad startet die Südschleife in Kronberg im Taunus

Von Kronberg startet die fünfte Etappe auf dem Schinderhannespfad durch den Hochtaunus in den Quellenpark Kronthal am Hang des Hardtbergs (409m). Das Kronthal wird von zwei kleinen Bächen – Badbach und Hollerbornbach – durchflossen und weist zahlreiche Mineralquellen auf. Die Theodorusquelle wurde bereits 1568 entdeckt und hilft u.a. gegen Appetitlosigkeit – was bei Wanderern ja selten vorkommt. Nachdem der Quellenpark Kronthal im Rahmen des Regionalparks Rhein-Main saniert wurde, präsentiert er sich heute als idyllisch gelegene Parkanlage mit öffentlichem Grillplatz, Wassertretbecken, Boulebahn und den frei zugänglichen Heilquellen.

Dann führt der Schinderhannespfad hinein nach Bad Soden, das alte Kurbad im Main-Taunus. 1437 wurden die Sodener Salzquellen in einer kaiserlichen Urkunde erwähnt. 1605 entstand eine Saline und seit 1701 ist der Kurbetrieb dokumentiert. Seit 1922 führt Soden denn auch folgerichtig den Namenszusatz Bad.

Der Schinderhannespfad kommt von Norden nach Bad Soden, passiert die Schwalbacher Straße und führt dann durch den Alten Kurpark Bad Soden. Er wurde 1823 als englischer Landschaftspark angelegt. Noch heute sind viele, auch seltene Bäume, aus den Gründungstagen erhalten. Im Alten Kurpark befindet sich das ehemalige Badehaus, in dem heute Stadtbücherei, Stadtmuseum und Stadtarchiv untergebracht sind. Das Badehaus wurde ursprünglich 1870-71 erbaut, mehrfach erweitert und dann im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. 1998 wurde das Haus originalgetreu rekonstruiert und erhielt seine aktuelle Bestimmung.

Dann geht es auf dem Schinderhannespfad durch den Wiesenweg zum Wilhelmspark, der 1911 angelegt wurde und durch den Franzensbader Platz vom Bad Sodener Quellenpark getrennt ist. Im Wilhelmspark liegen drei schmucke Brunnen: Der Winklerbrunnen, der Glockenbrunnen und der Champagnerbrunnen, der besonders feinperliges Waser liefert. Der Schinderhannespfad führt linkerhand am Park vorbei. Noch weiter links liegt der ökologische Lehrpark Rohrwiese, den die Stadt Bad Soden 2002 einrichtete.

Der Schinderhannespfad folgt jetzt durch das Naturschutzgebiet Altenhainer Tal dem Sulzbach, einem 12km langen Zufluss der Nidda und erreicht den Bad Sodener Stadtteil Altenhain. Hier ist nicht nur das alte Rathaus aus dem 17. Jahrhundert sehenswert, sondern auch die katholische Kirche, an der der Schinderhannespfad direkt vorbeiführt. Sie wurde 1931-32 aus Feldsteinen und Quadern unter dekorativer Verwendung von Ziegelmauerwerk erbaut. Ein Modell der Kirche wurde als Zeichen moderner Sakralarchitektur 1933 auf der Weltausstellung in Chicago gezeigt.

Jetzt geht es hinein ins Liederbachtal, einem 16km Zufluss des Mains. Am Wasserlauf liegt die historische Rote Mühle, für die 1618 die Betriebsgenehmigung erteilt wurde. Heute ist die Rote Mühle ein beliebter Landgasthof im Übergang von Main-Taunus zum Hochtaunus.

Von hier geht es auf dem Schinderhannespfad wieder südwärts ins Brauerbachtal und oberhalb von Hornau weiter zum Waldgasthof Gundelhard. Hier knickt der Schinderhannespfad dann nach Westen ab und verläuft unterhalb des Hahnenkopf (364m) bis an den Westfuß des Staufen (451m). Der 1892-94 errichtete Kaisertempel auf dem Staufen bietet einen hervorragenden Blick auf das Etappenziel Eppstein und den südlich sich erstreckenden Main-Taunus.

Schinderhannespfad-Etappen


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