Ostweg (Schwarzwald)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 244 km
Gehzeit o. Pause: 2 Tage 12 Stunden 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑5801m  ↓5666m
Ostweg Schwarzwald

Der Schwarzwaldverein ist der älteste Wanderverein Deutschlands und zugleich einer der größten. Der Schwarzwaldverein betreut Wanderwege mit einer Gesamtlänge von rund 24.000km. 1% davon gehen auf das Konto des Ostwegs, einem der drei Klassiker im Schwarzwald.

Zusammen mit dem Westweg (Pforzheim nach Basel) und dem Mittelweg (Pforzheim nach Waldshut) zählt der Ostweg zu den drei klassischen Schwarzwaldhöhenwegen. Bereits 1903 wurde der Ostweg erstmals ausgeschildert und gehört damit auch zu den ältesten Wanderstrecken in Deutschland.

Wie seine beiden Weg-Geschwister startet der Ostweg in Pforzheim am Kupferhammer. Von hier geht es über Bad Liebenzell und vorbei am historischen Kloster Hirsau – einst das größte Kloster Deutschlands – in die Hermann-Hesse-Stadt Calw. Über Zavelstein kommt man nach Altensteig und trifft in Pfalzgrafenweiler auf den Gäurandweg.

Weiter geht es auf dem Ostweg nach Freudenstadt, das für den größten, bebauten Marktplatz Europas bekannt ist. Ein Abstecher zum Vogteiturm präsentiert die Landschaft des Nordschwarzwalds, bevor es weitergeht nach Alpirsbach im Kinzigtal, Standort des bekannten Klosters.

Über Schramberg kommt man auf dem Ostweg weiter in die Zähringerstadt Villingen am Übergang zur Baar, einer Hochebene, die Schwarzwald und Schwäbische Alb trennt. Man wandert durchs Schwenniger Moos, das Quellgebiet des Neckars und genießt vom Wartenberg (844m) einen grandiosen Blick über die auch Waschschüssel genannte Landschaft der Baar.

Hoch über den Wutachflühen, einem Teil der bekannten Wutachschlucht, wandert man südwärts und erreicht Stühlingen. Dann geht’s hinüber in die Schweiz und man steuert den Schleitheimer Randenturm an, bevor das Ziel in Schaffhausen am Hochrhein erreicht ist. Von hier lohnt abschließend ein Abstecher zum nur 4km entfernten Rheinfall, dem größten Wasserfall Europas.

Man muss anmerken, dass der Ostweg vielerorts über befestigte Wege führt und keineswegs den „pfadigen“ Charakter eines Schluchtensteigs teilt. Aber das hat auch Vorteile. Der Ostweg lässt sich einigermaßen problemlos auch mit dem Fahrrad absolvieren, man kann auch bei schlechtem Wetter wandern und man braucht auch keine besondere Ausrüstung, um ihn zu bewältigen.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Ostwegs durch den Schwarzwald kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx). Die zwölf Tagesetappen auf dem Ostweg werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Tageswanderungen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Ostweg Etappe 1 von Pforzheim nach Bad Liebenzell (24km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf der ersten Tageswanderung kommt man u.a. durch die Monbachschlucht, ein enges Seitental der Nagold. Hier ist vor allem im nach dem Winter und im Herbst Trittsicherheit gefragt. Am Etappenziel wartet Bad Liebenzell mit Burg, Stadtkirche und schönem See.


Ostweg Etappe 2 von Bad Liebenzell nach Oberhaugstett (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die enge Wolfsschlucht, die Ruinen von Kloster Hirsau, dem ehemals größten romanischen Kloster in Deutschland, die Hesse-Stadt Calw mit historischem Fachwerkkern und Burg Zavelstein mit dem 28m hohen Bergfried als Aussichtsturm liegen an dieser Etappe.


Ostweg Etappe 3 von Oberhaugstett nach Pfalzgrafenweiler (23km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die historische Meile rund um Schloss Altensteig und die Stadtkirche bieten schöne Fotomotive. Schloss Altensteig ist heute ein interessantes Heimatmuseum. Der Wohnturm gilt als einzige mittelalterliche Burg im Schwarzwald, die niemals zerstört wurde.


Ostweg Etappe 4 von Pfalzgrafenweiler nach Freudenstadt (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Der Marktplatz in Freudenstadt ist mit 4,5ha Fläche der größte Marktplatz Deutschlands. Hier finden sich das Rathaus mit seinem 43m hohen Turm, das Stadthaus mit Heimatmuseum, die Wasserfontänen und die evangelische Stadtkirche, eine der wenigen Winkelkirchen des Landes.


Ostweg Etappe 5 von Freudenstadt nach Alpirsbach (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Neben dem Friedrichsturm in Freudenstadt und dem Vogteiturm mit hervorragendem Blick auf die Zollernalb steht der Höhepunkt der Tour am Ende auf dem Programm: Kloster Alpirsbach, ein 1095 gegründete Kloster mit großer Klosterkirche – und benachbart die Brauerei, die das Alpirsbacher Klosterbräu herstellt, das 2010 als bestes Pils der Welt ausgezeichnet wurde.


Ostweg Etappe 6 von Alpirsbach nach Schramberg (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Schramberg im Tal der Schiltach war einst das Herz der Schwarzwälder Uhrenindustrie. Junghans war mit 3.000 Arbeitern größer Uhrenhersteller der Welt. Heute liefert die Auto- und Uhrenwelt in vier eindrucksvollen Museen spannende Einblicke in die Industriegeschichte des Schwarzwalds.


Ostweg Etappe 7 von Schramberg nach Villingen (29km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dem Weg nach Königsfeld passiert der Ostweg die Ruine der Burg Waldau. In Königsfeld lohnt ein Abstecher ins Albert-Schweitzer-Museum und ein Blick auf den Zinzendorfpark mit Gebetssaal der Herrnhuter Brüdergemeine.


Ostweg Etappe 8 von Villingen nach Sunthausen (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Neben einem Altstadtrundgang im schmucken Villingen bieten sich auf dieser Etappe ein Aufstieg auf den Aussichtsturm auf der Wanne (778m) und ein Marsch ins Schwenninger Moos, das Quellgebiet des Neckar, an.


Ostweg Etappe 9 von Sunthausen nach Geisingen (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dieser Tagestour durch die östlich Baar passiert man zunächst Öfingen mit schönem Blick in den Schwarzwald und zur Schwäbischen Alb und bei guter Sicht bis zu den Schweizer Alpen. Ansonsten gibt es viel Natur auf dieser Etappe.


Ostweg Etappe 10 von Geisingen nach Achdorf (23km)

Wanderatlas-Empfehlung: Diese Tageswanderung führt nicht nur ins Tal der jungen Donau. Zuvor erfolgt der Anstieg auf den Wartenberg (845m), wo man den vermutlich besten Blick über die Baar genießt.


Ostweg Etappe 11 von Achdorf nach Stühlingen (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dieser Etappe begleitet der Ostweg die Wutach und bringt den Wanderer dabei durch die Wutachflühen, den unteren Teil der Wutachschlucht mit dem höchsten Steilhang der Schwäbischen Alb. Später passiert man in Weizen das Sauschwanzbähnle, das heute als Museumsbahn eine der schönsten Bahnstrecken Deutschlands erschließt.


Ostweg Etappe 12 von Stühlingen nach Schaffhausen (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Es geht über den Randen, ein Hochplateau, das sich bis Schaffhausen zieht. Auf dem Schlossranden (896m) steht der Schleitheimer Randenturm mit toller Aussicht. Am Ziel unbedingt einen Abstecher in die Renaissance-Altstadt von Schaffhausen und zum Rheinfall, Europas größtem Wasserfall, einplanen!

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