Gäurandweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 121 km
Gehzeit o. Pause: 29 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑2609m  ↓2293m
Gäurandweg Markierung Wegzeichen Schwarzwaldverein

Der Gäurandweg gehört sicher nicht zu den populärsten deutschen Wanderwegen, doch er hat einiges zu bieten. Auf einer Gesamtlänge von 120 Kilometern führt er von Mühlacker bis nach Freudenstadt, vom Heckengäu bis in den Schwarzwald. Dabei präsentiert sich der Schwarzwald abwechslungsreich und vielseitig.

Der Gäurandweg ist ideal für Wanderer, die abwechslungsreiche Wanderwege bevorzugen. Auf der 120 Kilometer langen Strecke sind sowohl eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Stätten als auch malerische Naturlandschaften zu finden. In fünf vorgegebenen Tagesetappen lässt sich der Gäurandweg wunderbar erkunden. Wanderer können je nach Vorliebe und persönlicher Anforderung ihre Wanderroute auch individuell planen.

In fünf Etappen durchs Heckengäu in den Schwarzwald

Der Gäurandweg kann bequem in fünf Etappen erschlossen werden. Die erste Etappe beginnt im Enztal bei Mühlacker. Von hier aus verläuft der Gäurandweg zunächst nach Pinache und weiter über Neuhengstett, Perouse, Wiernsheim und Friolzheim bis zum Ziel der ersten Etappe, Tiefenbronn. Die Pfarrkirche ist besonders wegen ihres berühmten Kunstschatzes einen Besuch wert.

Die zweite Tagesetappe startet ab Tiefenbronn und führt den Wanderer ins Würmtal, die sich durch Bundsandstein-Täler windet. Der Gäurandweg passiert auf seinem weiteren Verlauf den Büchelberg, der eine wundervolle Aussicht bietet. Im Westen erschließt sich der Blick auf den nördlichen Schwarzwald, im Südosten ist die Schwäbische Alb zu sehen. Bei schönem Wetter reicht der Blick nordwärts bis zum Odenwald. Das Etappenziel ist Calw-Stammheim.

Die dritte Etappe des Gäurandwegs startet in Stammheim und führt zunächst nach Gültlingen, welches aufgrund der hier entdeckten Funde aus frühalemannischer Zeit nicht nur Archäologen ein Begriff ist. Auf dem weiteren Verlauf des Gäurandwegs sollte der Wanderer Kondition mitbringen, denn es folgen steile Steigungen von Gültlingen südwärts auf den Gültlinger Kapf und weiter bis zum Sulzer Eck. Ab hier verläuft der Gäurandweg entlang der hohen Kante des östlichen Nagoldtalhanges. Der Jettinger Wasserturm, der sich auf dem weiteren Streckenverlauf befindet, bietet eine grandiose Aussicht, kann jedoch nur nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Auf der vierten Etappe des Gäurandwegs starten wir im Fachwerkstädtchen Nagold. Haben wir die Burgruine Hohennagold passiert, führt der Weg weiter über Rohrdorf und Walddorf auf den Egenhäuser Kapf, der eine besonders eindrucksvolle Naturlandschaft zu bieten hat. Über Haiterbach, der südlichsten Gemeinde des Kreises Calw, wandern wir schließlich bis nach Salzstetten, Waldachtal. Von dort aus führt der Gäurandweg auf seiner fünften Etappe über den Rödelsberg zunächst nach Glatten bei Dornstetten und weiter bis Lauterbad. Die Wanderung endet in Freudenstadt.

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