Brandhalde, Boller Fels und Denkenhauser Schlucht


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑248m  ↓248m
Die Boller Fels Tour ist mit einem gelben Kreis markiert (Wegzeichen)

Der familienfreundliche, zertifizierte und gut ausgeschilderte (gelber Ring) Rundweg bietet wunderbare Aussichten von der Schillerhöhe oder dem Boller Fels (624m) ins Neckartal. Wir erleben das Naturschutzgebiet Brandhalde mit Felsmassiv und die romantische Denkenbachschlucht mit dem Denkenhauser Bach.

Die Wanderung, die zu den Paradiestouren zählt, führt uns zwischen Aistaig westlich und Boll östlich. Start ist nördlich von Oberndorf am Neckar, der Wanderparkplatz Eichendorffstraße in der engen Kehre der Balinger Straße, wo die Eichendorffstraße zustößt. Oberndorf am Neckar im Landkreis Rottweil liegt zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb im oberen Neckartal.

Ein Landschaftsschutzgebiet ist das Neckartal mit Seitentälern von Rottweil bis Aistaig, durch das wir gleich zu Beginn kommen. Zwanzig Mal wendet sich das Neckartal hier und in zwanzig Seitentälern haben sich Bäche eingegraben.

Wir wandern aufwärts, gen Norden, mit Waldbegleitung und zum Boller Fels. Dabei kommen wir durch das Naturschutzgebiet Brandhalde (10ha), das auch Vogelschutzgebiet ist. Hier kommt der Wanderfalke vor. Insgesamt steht die Tier- und Pflanzengesellschaft unter Schutz, mit der Steppenheidevegetation am Boller Fels, dem Magerrasen und dem Wald. 

Den Boller Fels (624m) haben wir nach etwa 1,7km erreicht und genießen einen wunderschönen Blick über das Neckartal und auf Oberndorf. Aistaig liegt am Fuß des Felsens. Oberhalb von Aistaig ist die Burgruine Bogeneck. Die Burg Bogeneck entstand zwischen 1150 und 1250. Reste der Schildmauer und Buckelquadermauerwerk haben sich erhalten.

Als nächstes treffen wir abwärts auf den Neckarzufluss Denkenhauser Bach und die schöne Denkenhauser Schlucht, durch die wir aufwärts wandern. Wir streifen durch eine Feldflur und kommen zur Keltischen Viereckschanze. Als solche werden Reste eines meist quadratischen Areals bezeichnet, mit Wall und Gräben. Es ist nicht abschließend geklärt, ob innerhalb dieser Areale nur Gutshofansiedelungen der Kelten waren oder ob sie auch ihre Kultstätten derart errichteten.

Durch Wald und Feld sowie an einem kleinen Garten vorbei kommen wir zum Rastplatz Schutzhütte Boll, streifen nach einer kleinen Pause das Industriegebiet Boll und kommen zur Schillerhöhe. Auch von dieser Höhe genießt sich ein fantastischer Blick über das Neckartal und über die Schwäbische Alb. Dann geht’s steil hinab, auch in Serpentinen, zum Wanderparkplatz Eichendorffstraße.

Bildnachweis: Von qwesy qwesy [CC BY] via Wikimedia Commons

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