Bonifatius-Route Etappe 1 Mainz - Weilbach


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑210m  ↓198m
Die Bonifatius-Route startet in Mainz

Die Bonifatius-Route beginnt in der Altstadt von Mainz am Hohen Dom, einem der deutschen Kaiserdome. Hier wirkte Bonifatius von 745 bis zu seinem Tod 754 als Erzbischof, was insoweit erstaunlich ist, als seinerzeit Mainz noch gar kein Erzbistum war. Erst später entwickelte sich Kurmainz zu einem der mächtigsten Zentren des Heiligen Römischen Reichs.

Auf der Rückseite des Doms geht es durch die Schöfferstraße vorbei am Staatstheater Mainz in die Quintinstraße. Der folgt man am Eisenturm vorbei bis zum Rhein, den man an der Rheingoldhalle erreicht. Entlang des Rheinufers leitet die Bonifatius-Route zur Theodor-Heuss-Brücke, über die der Rhein gequert wird. Während man diesseits in Mainz in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt startet, ist man am Ende der Brücke in Wiesbaden, der Hauptstadt von Hessen.

Einen schönen Blick auf Mainz hat man von der Reduit, einem Teil der Festung Mainz, die vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Ersten Weltkrieg bestand. Die Reduit (so der Name vor Ort) heißt eigentlich das Reduit (so der korrekte Genus) und bedeutet Rückzugskaserne. In der Reduit befindet sich heute das Museum Castellum, das Heimatmuseum von Mainz-Kastel.

Zur Reduit gehört auch die sogenannte Bastion Schönborn direkt am Rheinufer. Die passiert die Bonifatius-Route auf ihrem Weg rheinaufwärts, der zur Maaraue führt. Die Maaraue ist eine Halbinsel an der Mündung des Mains in den Rhein. Auf der Maaraue versammelten sich 1184 zu Pfingsten zwischen 20.000 und 40.000 Ritter zum Mainzer Hoftag und gaben dem Stauferkaiser Friedrich Barbarossa die Ehre. Heute ist die Maaraue ein beliebtes Naherholungsgebiet für Wiesbaden und Mainz.

Die Bonifatius-Route folgt ab der Maaraue dem Main und kommt als nächstes zum Mainhafen in Mainz-Kostheim. Hier steuert man direkt auf den 2011 aufgestellten Aussichtsturm am Mainhafen zu. Vom 20m hohen Turm hat man einen hervorragenden Blick auf die Mainspitze, die Brücke nach Ginsheim-Gustavsburg und den Ortskern von Alt-Kostheim. In der Ferne sind Mainz, Wiesbaden und der Hochtaunus zu erkennen.

Durch die Mainwiesen geht es jetzt nach Hochheim im Main-Taunus. Blickfang in der Stadtsilhouette ist die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, eine Barockkirche mit Fresken des 1725 in Söflingen bei Ulm geborenen Malers Johann Baptist Enderle. Nach einem kurzen Marsch durch die Stadt, leitet die Bonifatius-Route in die Hochheimer Weinberge. Hier – so weiß der Kenner – keltern die Winzer den Wein, den man in England nur als Hock kennt und dessen gesundheitsfördernde Wirkung im angelsächsischen sprichwörtlich ist: „a good hock keeps off the doc“.

Das Stadtgebiet von Hochheim verlässt die Bonifatius-Route an der 1715 erbauten St. Anna Kapelle an der Wiesenmühle. Die kleine Kapelle gab der Flörsheimer Weinbergslage St. Anna-Kapelle ihren Namen.

In Nachbarschaft der St. Anna Kapelle steht einer der interessantesten Aussichtstürme im Main-Taunus, der Flörsheimer Eisenbaum. 18 Meter hoch, 13 Meter in der Krone breit und 70 Tonnen schwer steht der Eisenbaum in der Landschaft. Der Eisenbaum ist Kunstwerk und Aussichtsturm zugleich. Wer die Wendeltreppe zur in neun Meter Höhe befindlichen Aussichtsplattform hinauf steigt, wird mit einer herrlichen Aussicht über den Main-Taunus und hinüber zur Bergstraße im Süden und dem Hochtaunus im Norden belohnt.

Durch die Flörsheimer Schweiz führt die Bonifatius-Route zur Flörsheimer Warte, die 1996 als Rekonstruktion eines mittelalterlichen Landwehrturms erbaut wurde. Die 27m hohe Flörsheimer Warte dient als Aussichtsturm mit schönem Panorama-Blick bis in den Taunus und den Odenwald und natürlich zur Frankfurter Skyline.

In Wicker passiert die Bonifatius-Route die katholische Pfarrkirche St. Katharina, eine eindrucksvolle Wehrkirchenanlage mit Mauerbering, die auf eine Kirche des 13. Jahrhunderts zurückgeht und in verschiedenen Bauphasen überformt wurde. Der wuchtige Turm mit Eckquaderung wurde um 1500 errichtet.

Das letzte Wegstück der ersten Etappe bringt einen hinter Wicker zum Faulborn, eine der schwefelreichsten kalten Mineralquellen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich hier ein reger Kurbetrieb. Der Ort Bad Weilbach entstand und der Bonifatius-Wanderer profitiert heute devon, wenn er durch den alten Kurpark schreitet. Frisch gestärkt muss nun die Autobahn A 3 passiert werden und Weilbach, das Ziel der ersten Tageswanderung, ist erreicht.

Bonifatius-Route Etappen


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