Wilhelm-Münker-Weg (X 10)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 93 km
Gehzeit o. Pause: 24 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑2764m  ↓2735m
Der Wilhelm-Münker-Weg ist als Hauptwanderweg 10 markiert

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Wandern ist eine der besten Maßnahmen, etwas aktiv für seine Gesundheit zu tun. Wer über mehrere Etappen wandert, braucht Unterkünfte am Wegesrand. Wer wandert, sucht das Naturerlebnis und dazu gehören in Deutschland zweifelsohne die prächtigen Mischwälder.

Das sind drei Themen, denen sich ein Mann Zeit seines Lebens verpflichtet fühlte. Der Hilchenbacher Wilhelm Münker (1874-1970) wurde so zum Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerks (1909) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (1947). Aus seinem privaten Vermögen finanzierte er 1958 die Gründung der Wilhelm-Münker-Stiftung für Gesundheit, Wandern, Naturschutz und Heimatpflege.

Zu Ehren dieses Wander- und Naturschutz-Aktivisten, der zum ersten und bislang einzigen Ehrenbürger der Stadt Hilchenbach im Siegerland ernannt wurde, trägt der Hauptwanderweg 10 des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) den Namen Wilhelm-Münker-Weg. Der 93km lange Wanderweg führt in Nord-Süd-Richtung vom Arnsberger Wald durch das Hochsauerland ins Siegerland.

Startpunkt des Wilhelm-Münker-Wegs ist Warstein. Von hier verläuft die Route durch den Plackwald hinab ins Ruhrtal nach Nuttlar und hinein ins Hochsauerländer Schluchtgebirge. Über Ostwig wird die Plästerlegge erreicht, der höchste natürlich Wasserfall in Nordrhein-Westfalen, der sich über 15m die Schieferfelsen hinabstürzt.

Dann geht es weiter nach Bödefeld im Fredeburger Land und über die Hunau (818m) hinab ins Sorpetal. In Oberkirchen erreicht der Wilhelm-Münker-Weg die noch junge Lenne, die erst kurz zuvor am Kahlen Asten (842m) entsprungen ist. Über das historisch bedeutsame Kloster Grafschaft und Schmallenberg geht es weiter nach Fleckenberg. Hier erfolgt der Aufstieg auf den Rothaarkamm, dem der X10 über den Härdler (756m) und den Rhein-Weser-Turm bis zur Oberndorfer Höhe folgt, um schließlich in den Talkessel von Hilchenbach hinabzusteigen.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Wilhelm-Münker-Wegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx). Die fünf Tagesetappen auf dem Wilhelm-Münker-Wegs des SGV werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Wilhelm-Münker-Weg Etappe 1 von Warstein nach Ostwig (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Startetappe wird Wilhelm Münker als Mitgründer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gerecht: Es geht die ganze Zeit durch Wald, genauer: entlang der Ostflanke des Naturparks Arnsberger Wald. Über die Nuttlarer Höhe (542m) führt der X10 dann hinab ins Ruhrtal und passiert den Fluss an der Einmündung der Elpe bei Ostwig.


Wilhelm-Münker-Weg Etappe 2 von Ostwig nach Bödefeld (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: Durch das Elpetal führt der Wilhelm-Münker-Weg zur Plästerlegge, dem höchsten natürlichen Wasserfall in Nordrhein-Westfalen, der aus fast 20m Höhe hinabstürzt und als Sturzbach der Elpe zufließt. Das Gebiet um die Plästerlegge ist ein seltener Silberblatt-Schluchtwald und als solches geschützt.


Wilhelm-Münker-Weg Etappe 3 von Bödefeld nach Oberkirchen (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf diesem Abschnitt der Wanderung geht es hinauf auf die Hunau (818m), einem mächtigen Bergrücken im Rothaargebirge. Am Weg liegen das Hochmoor Nasse Wiese, eine seit 1977 sich selbst überlassene Naturwaldzelle, das schöne Sorpetal und schließlich das Fachwerkdorf Oberkirchen, das sich malerisch an eine Schleife der Lenne schmiegt.


Wilhelm-Münker-Weg Etappe 4 von Oberkirchen nach Jagdhaus (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Das Kloster Grafschaft bei Schmallenberg wurde 1072 gegründet und war seit dem Mittelalter eines der kulturellen und geistlichen Zentren im Sauerland. Noch heute ist Kunsthistorikern der Grafschafter Barock ein feststehender Begriff. Im Klostermuseum des heute als Mutterhaus der Borromäerinnen sowie als Fachkrankenhaus genutzten Areals kann man sich über die Geschichte informieren.


Wilhelm-Münker-Weg Etappe 5 von Jagdhaus nach Hilchenbach (24km)

Wanderatlas-Empfehlung: Einer der bekanntesten Aussichtstürme im Sauerland – der Rhein-Weser-Turm – wird auf der Schlussetappe passiert. Wer den Aufstieg zur verglasten Aussichtskanzel unternimmt, genießt einen weiten Fernblick über Sauerland und Siegerland. Am Ende der Tour kann man sich im Stadtmuseum Hilchenbach über Leben und Wirken von Wilhelm Münker informieren.

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