Westfalenwanderweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 215 km
Gehzeit o. Pause: 50 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑3883m  ↓3768m
Westfalenwanderweg Hattingen-Altenbeken

Westfalen – das Land westlich der Weser. Einst eines der drei Teile des frühmittelalterlichen Herzogtums Sachsen, das sich vom Niederrhein bis zur Unterelbe zog. Nach den Wirrungen und Irrungen im Heiligen Römischen Reich, kam das Gebiet 1815 an Preußen und wurde eine der zehn Provinzen des Königreichs. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte dann der Zusammenschluss Westfalens mit der Rheinprovinz und dem Land Lippe zum Bundesland Nordrhein-Westfalen, das mit 17,8 Millionen Einwohnern heute 22% der deutschen Wirtschaftsleistung stemmt.

Westfalen und Rheinländer unterscheiden sich. Wer dem Geiste Westfalens auf die Spur kommen will, dem sei zunächst ein Blick auf die inoffizielle Hymne empfohlen, das Westfalenlied. Hier heißt es so schön, durchaus als Seitenhieb auf die bützenden Rheinländer: Wenn Du uns willst willkommen sein, so schau aufs Herz, nicht auf den Schein und sieh uns grad hinein ins Aug, gradaus, das ist Westfalenbrauch!

Wer es nicht beim Liedtext belassen und selbst westfälisches Lebensgefühl atmen will, der sollte sich zwei Wochen Urlaub nehmen und auf dem Westfalenwanderweg die Land und Leute erkunden.

Der Westfalenwanderweg führt von Hattingen im Ruhrtal über Witten (Keimzelle des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet) ins Ardeygebirge. Man wandert weiter über den Haarstrang zum Möhnesee und kommt dann über die Paderborner Hochfläche zum Eggebirge. Der Westfalenwanderweg nutzt dabei zumeist bestehende Wege: den Ruhrhöhenweg bis Schwerte, zwischen Rüthen und der Wewelsburg den Sauerländer Rennweg und auf der Schlussetappe die Hermannshöhen.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Westfalenwanderwegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx). Die elf Tagesetappen auf dem Westfalenwanderweg werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Tageswanderungen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Westfalenwanderweg Etappe 1 von Hattingen nach Witten (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf der Startetappe wandert man durchs Muttental, der Wiege des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet. An zahlreichen Relikten der Bergbauvergangenheit vorbei kommt man zum Schloss Steinhausen, bevor es über die Ruhr geht und man an Haus Witten vorbei zum Etappenziel kommt.


Westfalenwanderweg Etappe 2 von Witten nach Herdecke (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Durchs Wittener Naherholungsgebiet Hohenstein kommt man zum Gut Schede, dem Familienanwesen der Harkorts (den „Gründern“ des modernen Ruhrgebiets). Die historische Freiheit Wetter lockt mit schmucken verschieferten Häusern, Burgruine und Kirche auf den Höhen des Ardeygebirges oberhalb des Harkortsees.


Westfalenwanderweg Etappe 3 von Herdecke nach Dortmund (12km)

Wanderatlas-Empfehlung: Über die Höhen des Ardeygebirges, das teilweise schroff ins Ruhrtal abfällt, wandert man zur Ruine der Hohensyburg und dem monumentalen Kaiser-Wilhelm-Denkmal oberhalb des Hengsteysees. Von hier genießt man den Blick weit hinein ins Sauerland.


Westfalenwanderweg Etappe 4 von Dortmund nach Fröndenberg (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Bei der Wanderung durch den Schwerter Wald trifft man auf die Ausflugsgaststätte Freischütz. Dann geht das Ardeygebirge in den Haarstrang über und man kommt zum Wasserschloss Haus Opherdicke, einem mittelalterlichen Rittersitz, der im 17. Jahrhundert schlossartig ausgebaut wurde.


Westfalenwanderweg Etappe 5 von Fröndenberg nach Oberense (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die fünfte Etappe führt über den Haarstrang, teils mit schönen Fernsichten über die Hellwegbörden und ins Sauerland. An der Strecke passiert man die verlassenen Victoria Barracks. In Oberense steht die malerische St. Rochus Kapelle.


Westfalenwanderweg Etappe 6 von Oberense zum Möhnesee (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Im Landschafts-Informationszentrum Wasser und Wald in Günne kann man sich über Arnsberger Wald und den Möhnesee informieren. Dann schreitet man über die Sperrmauer des Möhnesees, den man auch Westfälisches Meer nennt. Neben viel Wassersport passiert man am Möhnesee auch den Delecker Bismarckturm, der ab und an als Aussichtsturm geöffnet wird.


Westfalenwanderweg Etappe 7 vom Möhnesee nach Rüthen (29km)

Wanderatlas-Empfehlung: Dieser Abschnitt leitet komplett durchs Möhnetal. Man passiert Allagen mit dem Haus Dassel, Sichtigvor (barockes Deutschordensschloss) Stütings Mühle in Belecke und schließlich den Wasserturm an der mittelalterlichen Stadtmauer von Rüthen, einst einer der historischen vier Hauptstädte des Herzogtums Westfalen.


Westfalenwanderweg Etappe 8 von Rüthen nach Büren (16km)

Wanderatlas-Empfehlung: Viel Kultur gibt es auf dieser Etappe zu sehen, die vom historischen Herzogtum Westfalen in das Gebiet des Hochstifts Paderborn führt. Das Hachtor in Rüthen, die St. Ursula Kirche in Meiste, die Mittelmühle an der Alme (14. Jahrhundert) und die prachtvoll-barocke Jesuitenkirche in Büren liegen direkt am Weg.


Westfalenwanderweg Etappe 9 von Büren nach Henglarn (26km)

Wanderatlas-Empfehlung: Höhepunkt dieser Etappe ist das Bergschloss Wewelsburg, einst fürstbischöfliches Schloss, später Quartier der SS und heute Sitz des Heimatmuseums des Kreises Paderborn mit einer Dauerausstellung zur Geschichte des Hochstifts Paderborn. Durch den Niedertudorfer Wald kommt man nach Henglarn, einem Stadtteil von Lichtenau.


Westfalenwanderweg Etappe 10 von Henglarn nach Herbram-Wald (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Diese Tagestour führt durch die Gemarkung der westfälischen Stadt Lichtenau, die auf der Paderborner Hochfläche liegt und nach Norden an den Teutoburger Wald stößt. Man wandert u.a. durchs Naturschutzgebiet Sauertal mit seinen Flach- und Steilufern, Kiesbänken, Kolken, Schwalglöchern und uferbegleitenden Gehölzbeständen.


Westfalenwanderweg Etappe 11 von Herbram-Wald nach Altenbeken (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Schlussetappe bietet noch einmal Natur pur. Es geht über den Kamm des Eggegebirges, der südlichen Verlängerung des Teutoburger Walds. Zusammen mit den Hermannshöhen wandert man nach Altenbeken, einem historischen Eisenbahnknotenpunkt.

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