Schloss Steinhausen


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Herrschaftlich sein, ja, das könnte einem so passen, wenn man das Schloss Steinhausen in Augenschein nimmt. Hier residiert es sich im gleichnamigen Stadtteilbezirk von Witten-Bommern ganz vortrefflich und man kann dabei einiges entdecken, denn Schloss Steinhausen war einst eine Burg und seine Geschichte ist auch anhand der Bauten nachzeichenbar.

Schloss Steinhausen entstand aus einer mittelalterlichen Burganlage der adeligen Herrschaften von Witten und führt den Betrachter zurück zur Mitte des 13. Jahrhunderts. Kaum verwunderlich seiner Zeit ist, dass es Unruhen gab, es heißt 700 Knechte und 50 Ritter aus Dortmund wären beteiligt gewesen, die Burg Steinhausen 1434 zu zerlegen. Nach dem das Adelsgeschlecht von Witten ausgestorben war, ging die Burg an die Familie Stael von Holstein, die damit begann, Stein auf Stein, das Anwesen wieder aufzubauen.

Der unbehütete Turm am Haus mit dem Stufengiebel entstand 1607. Damals trug der Turm noch seinen Spitzhelm, jetzt steht er im Garten und ist eine hölzerne Kultstätte für Ruhrtalindianer. Es gab Sicherheitserwägungen, den Helm abzunehmen. Durch eine Schenkung geriet Burg Steinhausen an Levin von Elverfeldt und der baute Steinhausen 1810 zu einem klassizistischen Schloss aus, erkennbar am Herrenhaus in dem Stil dieser Zeit. Im Kern ist das Schlossgebäude teilweise aus dem 16. und 17. Jahrhundert. An- und Umbauten, wie beispielsweise eine Veranda, erfolgten im Stile des Historismus ab 1899. Ein für Hochzeitspaare sehr beliebtes Motiv ist auch ein Stelldichein auf der Schlosstreppe.

Die Kapelle stammt im Kern aus dem Jahre 1648, erhielt aber ein neues Antlitz im Jahre 1904, auch im Stile des Historismus. Auf dem Anwesen gibt es noch mehr erhaltenswerte Gebäude zu sehen, wie das dreiflügelige Wirtschaftsgebäude mit zwei Geschossen, die Umfassungsmauern und die Toreinfahrt mit den Kugelaufsätzen.

Die Schlossromantik nahe des Bergbauwanderwegs Muttental lässt sich vorzüglich bei einem Besuch erleben, obwohl man nicht in die Privatgemächer hineinkommt, aber man kann ja in den alten Stallungen den Steinmetz besuchen, sich ein Kalt- oder Heißgetränk im Biergarten schmecken lassen und die Phantasie auf Reisen schicken bei der Betrachtung der Shona-Skulpturen aus Simbabwe. Die Bildhauerarbeiten der afrikanischen Kunst zeigen Menschen und Tiere in unterschiedlichen Formen, da lohnen mehrere Blicke auf Kugelköpfe oder Langschnäbel.


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