Wandern rund um Kirchhain

Das Wohratal rund um Kirchhain, Rauschenberg und die Gemeinde Wohratal liegt südlich von Kellerwald und Burgwald in direkten Einzugsgebiet von Marburg. Neben zahlreichen örtlichen Rundwanderwegen, wurden von den Touristikern auch einige Hessen-Extratouren angelegt.

Entweder in Burgholz oder in Himmelsberg kann man die Hessen-Extratour Himmelsberg starten. Die fünfstündige, vielfältige Wanderung führt sowohl durch Wald als auch über Wiesen und Felder. Vorbei an Aussichtspassagen und Streuobstwiesen durchquert man auch das Fachwerkörtchen Himmelsberg mit der tausendjährigen Linde und den Hunburgturm mit hervorragendem Panoramablick auf das Marburger Bergland, über den Burgwald und in den Kellerwald.

An der Schmaleicher Mühle, einer etwa 800 Jahre alten Mühle in der Wüstung Schmaleichen nahe Rauschenberg, beginnt und endet die Hessen-Extratour Panoramaweg. Der Panoramaweg trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Der Wanderweg verläuft über Höhenrücken und bietet zahlreiche Ausblicke über das Tal der Wohra, den Kellerwald und die Burgholzer Wand. Die Strecke führt den Wanderer rund um Rauschenberg herum. Die Wanderung dauert etwa vier Stunden und erfordert eine mittlere Kondition.

Die Hessen-Extratour Rotes Wasser startet in Bracht. Die vierstündige Wanderung in den Burgwald erfordert eine mittlere Kondition. Durch die Naturschutzgebiete Langer Grund und Franzosenwiesen hindurch mit ihren Hochmooren, Auenwäldern, Bächen und Heiden führt diese Route durch die unterschiedlichsten faszinierenden Landschaften. Mit etwas Glück können auch seltene Tiere beobachtet werden. Für ein kurzes Stück deckt sich die Extratour mit der Hessen-Extratour Stirnhelle, die in Oberrosphe startet: Beide führen zum Teil über den so genannten Herrenweg, der die nahen Jagdschlösser Bracht und Wolkersdorf einst als Express-Kutschenweg verband.

Wer kürzere Touren mag, und dabei auch noch kulturell auf seine Kosten kommen möchte, dem sei der Skulpturenpfad Kirchhain empfohlen. Der 2km lange Pfad startet von der Kirchainer Fußgängerzone aus und zeigt Skulpturen von Künstlern der Region. Der Pfad endet am Erlensee westlich von Kirchhain, der früher eine Kiesgrube war. Heute gibt es hier ein Naturerlebniszentrum mit Naturlehrpfad und einer Beobachtungsplattform, die über das Wasser herausragt. Von hier aus können zum Beispiel Vogelliebhaber Zugvögel beobachten, die auf ihrem Zug hier Rast machen. Eine Besonderheit des Zentrums ist das Leitsystem für Sehbehinderte und Blinde mit speziellen Akustikstationen.

Wers dann doch lieber etwas länger mag, der kann auf dem Thüringer Elisabethpfad pilgern. Der Pilgerweg folgt im Wesentlichen dem historischen Streckenverlauf durch die langen Hessen – ein mittelalterlicher Handelsweg, der Frankfurt mit Leipzig verband. Startpunkt ist die Georgenkirche in Eisenach. Über Homberg an der Efze, Schwalmstadt, Stadtallendorf und Kirchhain führt der Pilgerpfad durch Amöneburg zur Elisabethkirche in Marburg.