Hessen-Extratour Stirnhelle


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑382m  ↓382m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Oberrosphe in der Wetschaft-Senke nördlich von Marburg ist Ausgangspunkt des als Hessen-Extratour ausgewiesenen Rundwegs um die Stirnhelle (387m). Zahlreiche Aussichtspunkte mit Blick über das Marburger Bergland und den Burgwald belohnen den Wanderer auf dieser schönen Tour in Oberhessen. Der Stirnhelle-Rundweg ist mit einem roten S auf weißem Grund durchgängig markiert.

Oberrosphe gehört nicht nur zu den ersten Bioenergiedörfern Deutschlands, sondern ist auch durch sein Dorfmuseum über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Das 1990 eröffnete Dorfmuseum Oberrosphe ist das größte kulturhistorische Museum Mittelhessens und befindet sich im alten Forsthof, einer für sich schon sehenswerten Fachwerkanlage aus dem Jahr 1750. Einen Besuch sollte man zu Beginn oder noch besser zum Abschluss der Wanderung einplanen.

Von Oberrosphe geht es zunächst hinaus auf die Stirnhelle, den Hausberg von Oberrosphe. Ein schöner Panoramablick bis zur Sackpfeife (674m), dem Rimberg (498m) im Dautphetal, der Stadt Wetter und der Burg Mellnau bietet sich. Ein weiterer Aussichtspunkt auf dem Stirnhelle-Rundweg schließt sich direkt an, auf dem Gerlachsberg (387m).

Dann geht es hinauf auf die Hundsburg (400m), wo einst die Ritter von Rosphe ihren Stammsitz gehabt haben sollen. Reste der sagenumwobenen Hundeburg sind noch vorhanden. Die Hundeburg wurde vermutlich im 8. Jahrhundert als Befestigungsanlage erbaut und wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts während einer Fehde zerstört.

An der Geiershöh mit ihren natürlichen Buchenmischwäldern vorbei geht es weiter auf der Stirnhelle-Tour zum Malstein, der die Wasserscheide zwischen Ohm und Wetschaft markiert. Hier trifft der Stirnhelle-Weg übrigens auf die Hessen-Extratour Rotes Wasser, die von Norden kommt.

Der Naturhöhepunkt auf der Stirnhelle-Tour ist dann das Naturschutzgebiet Krämersgrund. Es ist einer der vielen vermoorten Talzüge hier im Schnittpunkt von Burgwald und Wetschaft-Senke. Interessant am Krämersgrund ist das Nebeneinander verschiedener Moortypen, die eine äußerst vielfältige Fauna und Flora begünstigen.

Ein letzter schöner Ausblick zu Ende der Stirnhelle-Tour gibt es dann auf dem Rienert (285m), von dem man quasi noch einmal die gesamte Wanderung Revue passieren lassen kann: Man sieht Oberrosphe im Tal liegen, die Kuppen von Stirnhelle, Gerlachsberg, Hundsburg und die Geiershöh. Dann erfolgt der Abstieg nach Oberrosphe.

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