Hessen-Extratour Rotes Wasser


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑270m  ↓270m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Rote Wasser ist ein Zufluss der Ohm. Von der Quelle in den Franzosenwiesen im Burgwald fließt das Rote Wasser auf knapp 19km der Ohm zu. Den ersten Ort, den das Rote Wasser nach ihrer Quelle erreicht, ist Bracht und genau hier startet die Hessen-Extratour auch.

Die Tour beginnt am Dorfende von Bracht an der Landstraße in Richtung Rosenthal. Von hier starten wir in westliche Richtung und wandern zunächst ins Naturschutzgebiet Langer Grund, eines dieser vermoorten Täler, die für Burgwald und Wohratal so charakteristisch sind. Der Lange Grund ist besonders reich an Libellen. Über zwanzig Arten sind hier heimisch, dabei zwei, die hier erstmals in Hessen beobachten wurden.

Über den Nordhang des Tauschenbergs (407m) stoßen wir auf die Hessen-Extratour Stirnhelle, die sich hier ein kurzes Stück mit dem Rotes-Wasser-Wanderweg die Trasse teilt. Dann geht es weiter nordwärts zum Großen Badenstein, eine Basalterhebung, die hier den ansonsten vorherrschenden Buntsandstein durchbrochen hat.

Zusammen mit der Hessen-Extratour Franzosenwiese passiert man auf der Herrenbrücke das Rote Wasser. Die Herrenbrücke ist Teil des Herrenwegs, der die ehemaligen Jagdschlösser Wolkersdorf und Bracht miteinander verbindet. Der Herrenweg diente einst dem schnellen Transport mit der Pferdekutsche und wurde dementsprechend sehr gerade einmal mitten durch den Burgwald gebaut. Das Rote Wasser verläuft etwas oberhalb der Herrenbrücke in den Brücher Wiesen und bildet ab hier ein enges Tal mit Sümpfen und Teichen aus.

Die Wanderung begleitet das Rote Wasser jetzt abwärts über das Rennplätzchen – ein mittelalterlicher Rastplatz – zum Drusenborn. Der Drusenborn ist eine der ergiebigsten Tümpelquellen im Umland. Durch den Wasseraustritt wird der Sand vom Grund der Quelle hoch gewirbelt - die Quelle kocht förmlich.

Vis-á-vis liegen die Anfänge von Bracht. Hier sollen die Franken bereits im 8. Jahrhundert eine Siedlungsstelle zur Versorgung des Stützpunkts auf dem Christenberg eingerichtet haben. Die Wüstung wird Altenbracht genannt und ist schon seit dem 15. Jahrhundert verschwunden.

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