Wohratal

Die Wohra ist ein 34km langer Zufluss der Ohm, die nördlich von Battenhausen im Kellerwald entspringt und bei Kirchhain mündet. Das Tal, das die Wohra ausbildet, wird eingerahmt vom Kellerwald im Norden, dem Burgwald im Westen, dem Amöneburger Becken im Süden und der Schwalm im Osten. Und mittendrin in diesen schönen Regionen bietet das Wohratal auch selbst eine ganze Menge Sehenswertes.

Fangen wir im Norden am Oberlauf der Wohra an. Nachdem das Flüsschen den Kellerwald hinter Haina verlassen hat, erreicht es die Orte der Gemeinde Wohratal. Hier kann man das kleine Hugenottendorf Hertingshausen besuchen, auf der Wacholderweide Langendorf die Galloways beim Weiden beobachten oder an den Heimbachweihern die Zeit verstreichen lassen.

Dann durchfließt die Wohra das Stadtgebiet von Rauschenberg, das wegen seines schmucken Rathauses aus dem 16. Jahrhundert, der Stadtkirche mit Wehrturm und Stadttor und der frei zugänglichen Burgruine Einiges fürs Auge bietet. Bei Bracht empfiehlt sich ein Abstecher zu den Merzhäuser Teichen im Mönchwald. Und in Schwabendorf kann man sich im Hugenottenmuseum – allerdings nur zu spärlich gestreuten Öffnungszeiten – über die Geschichte der französischen Glaubensflüchtlinge informieren.

Im Mündungsgebiet der Wohra in die Ohm liegt Kirchhain, etwa auf halber Strecke zwischen Marburg und Stadtallendorf. Neben der sehenswerten Kleinstadt mit historischem Fachwerkrathaus, dem Hexenturm und dem Haus zum Blauen Löwen gibt es in den umliegenden Stadtteilen viele weitere Sehenswürdigkeiten, z.B. die tausendjährige Linde in Himmelsberg, den Hinkelstein in Langenstein, den Hunburgturm in Burgholz und das Naturerlebnisgebiet Erlensee.