Wandern durch das Felsenland Südeifel

Wer im Felsenland Südeifel wandern will, der kommt um sie nicht herum: die Felsenwege. Sechs Felsenwege sind insgesamt ausgeschildert, einige davon grenzüberschreitend beidseits der Sauer auf deutschem und luxemburgischem Boden.

So z.B. der Felsenweg 1 (20km), der von Schloss Weilerbach über die Schweineställe (eine enge Schlucht oberhalb des Sauertals) über die Grenze zur Hohllay bei Berdorf leitet.

Der Felsenweg 2 (20km) verbindet in einer Rundtour Bollendorf mit Beaufort. Man wandert entlang plätschernder Bäche und quert enge Schluchtpassagen. Am Weg ist die verwunschene Kalktuffhöhle Tränenlay sehenswert und Felsenwelten wie die Grüne Hölle. Highlight auf der luxemburgischen Seite ist das Schloss Beaufort.

Der Felsenweg 5 (17km) erkundet das Prümtal nördlich von Irrel. Startpunkt ist der Parkplatz der spektakulären Irreler Wasserfälle, wo sich die Prüm über 140m durch die Felslandschaft spült. An der Strecke liegt das Westwallmuseum Katzenkopf und von hier aus kann man in die Täler von Nims und Prüm schauen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Holsthumer Hopfenfelder, die Römische Villa Holsthum und die Ruine der Prümer Burg. Faszinierend sind die Waldpassagen durch die bizarre Felsenlandschaft des Sandsteins.

Der Felsenweg 6 (19km) führt westlich von Irrel hineinin die Teufelsschlucht. Verwunschen auch die Irreler Wasserfälle. Prima Aussichten hat man von der Liboriuskapelle aus auf die romantische Abteistadt Echternach in Luxemburg. Eine Zeit zum Verweilen sollte man sich auch bei der Einsiedelei auf dem Ernzenberg nehmen, wo Mönche seit dem 17. Jahrhundert lebten. Märchenhaft liegt der Felsenweiher südlich von Ernzen, von dem aus man die Tour starten kann.

Wer eine Wanderung durch die Teufelsschlucht mit einem Besuch des Dinosaurierparks Teufelsschlucht verbinden will, der kann die Teuflische Acht (6km) in Angriff nehmen. Die Teuflische Acht ist der längste der drei Teufelspfade und führt vom Naturparkzentrum Teufelsschlucht durch die Teufelsschlucht zu den Irreler Wasserfällen.

Der Klausnerweg (17km) startet an der Schankweiler Klause, einer Kapelle mit reicher barocker Innenausstattung. Die Runde erschließt das Enz- und das Prümtal und führt durch zerklüftete Felsmassive und über Streuobstwiesen. Für Abwechslung sorgen auch die Wälder und Bachläufe. Neben der Schankweiler Klause ist Holsthum mit der ehemaligen Glashütte und dem Schloss Holsthum sehenswert. Im Wald zu entdecken ist auch das römische Gräberfeld und das Steinkistengrab. Was bei Holsthum auf einigen Feldern wächst und gedeiht ist übrigens Hopfen.

Fernwanderer erkunden das Felsenland Südeifel z.B. auf dem Willibrordusweg. Dieser als Hauptwanderweg 5 vom Eifelverein markierte Weg verbindet Kreuzau mit Echternacherbrück. Man kommt auf dem Willibrordusweg durch Prümzurlay mit der Prümer Burg und quert die Teufelsschlucht auf dem Weg nach Echternacherbrück.

Der Hauptwanderweg 6 des Eifelvereins ist der Matthiasweg von Aachen nach Trier (242km). Auf seiner neunten Etappe kommt er von Körperich aus ins Felsenland Südeifel. Diese Tageswanderung endet in Bollendorf. Von Bollendorf geht es auf Etappe 10 über Schloss Weilerbach nach Echternacherbrück. In Echternacherbrück startet Etappe 11 mit Ziel in Wintersdorf.