Stein-Neukirch

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Das höchstgelegene Dorf im Westerwald ist Stein-Neukirch, das etwa 8km östlich von Bad Marienberg und 10km nördlich von Rennerod zwischen Salzburger Kopf und Stegskopf liegt.

Bereits 1287 wird Neukirch als Nova Ecclesia namentlich erwähnt. Die evangelische Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert wirkt heute wie ein Trutzbau gegen Wind, Wetter und mögliche Feinde. Die Neukirch ist die höchstgelegene Kirche im Westerwald. Nach einem Brand im Jahr 1813 wurde der Westturm mit geschiefertem Glockenturm und Spitzhelm erstellt. 1980 wurde eine umfassende Renovierung vorgenommen. Auf dem Kirchplatz sind sechs Eschen und neun Bergahornbäume als Naturdenkmäler ausgewiesen worden.

Zusammen mit Liebenscheid und Weißenberg bildete Neukirch das Zentgericht der Herrschaft Westerwald: Dem westlich von Herborn gelegenen Waldhöhen. Heute kreuzen sich bei Stein-Neukirch die B 54 (von Siegen über Haiger nach Limburg) und die B 414 (als B 255 von Herborn kommend und ab Driedorf als B 414 weiter über Hachenburg nach Altenkirchen). Noch heute ist der am ersten Sonntag im August stattfindende Neukircher Markt von überregionaler Bedeutung.

Folgt man von Stein-Neukirch aus der B 54 in nördlicher Richtung, erreicht man auf der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen den Siegerland-Flughafen. Hier gibt es einen großen Parkplatz – auch für Busse. Man kann von hier verschiedene Rundwanderwege beginnen oder auch einen Flug mit Motorflieger oder Helikopter über den Hohen Westerwald starten.