Rothaarsteig Etappe 4 Kühhude - Rhein-Weser-Turm


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑416m  ↓434m
Rothaarsteig Wandermarkierung

Kühhude ist der Startpunkt der vierten Etappe auf dem Rothaarsteig. Der Weiler gehört zur Stadt Bad Berleburg, die knapp 9km südlich liegt. Die Touristiker vor Ort sprechen gerne vom Wanderzentrum Kühhude, denn hier stehen nicht nur ein großer Parkplatz und Gastronomie zur Verfügung, sondern es treffen sich auch zwei bekannte Wanderwege: der Rothaarsteig kreuzt hier den im Jahr 2000 eingerichteten Waldskulpturenweg Wittgenstein-Sauerland.

Diesem Umstand kann man auch fast nicht aus dem Weg gehen, kommt man doch direkt nach dem Start an dem Monument Stein – Zeit – Mensch vorbei. Der Land Art Künstler Nils-Udo brachte 2001 einen 150t schweren Quarzit-Monolithen an die Erdoberfläche und umstellte ihn mit monumentalen Fichtenstämmen, die der Sturm gefällt hatte. Auf den Betrachter wirkt der Monolith dadurch, als ob er Schutz benötigte, oder auch wie ein Tempelschrein.

Keine 300m hinter dem Kunstwerk erwartet den Rothaarsteig-Wanderer die Erlebnisstation „Ökosystem Wald“. Hier haben die Rothaarsteig-Ranger einen Lehrpfad eingerichtet, der über den Lebensraum Wald informiert. Direkt am Lehrpfad befindet sich die 40m lange Rothaarsteig-Hängebrücke über einem Taleinschnitt. Die Rothaarsteig-Hängebrücke gehört zu den beliebtesten Erlebnissen entlang des Weges der Sinne.

In nahezu unbesiedeltem Gebiet geht es weiter auf dem Rothaarsteig über den Großen Kopf (740m) bis zur Millionenbank. Hier wartet heute eine Schutzhütte auf den Wanderer. Zu Zeiten der großen Inflation nach dem Ersten Weltkrieg soll hier eine gefällte Buche – zum damaligen Preisniveau mehrere Millionen Mark wert – einfach zu einer Ruhebank umfunktioniert worden sein.

In südlicher Richtung erstreckt sich nach Wingeshausen hin die Wisent-Welt Wittgenstein. Hier werden auf einer Fläche von über 4.300ha Wisente ausgewildert. Damit sind erstmals seit mehreren hundert Jahren wieder Wisente in Westeuropa in freier Wildbahn. Ein Teil dieses Projekts ist die 2012 eröffnete Wisent-Wildnis am Rothaarsteig. Sie ist eine Art Guckloch in das Artenschutzprojekt.

Weiter auf dem Rothaarsteig geht’s über den Heidkopf (666m) auf Schmallenberger Gebiet nach Jagdhaus. Kurz vor dem Ort wartet ein besonderer Aussichtspunkt auf den Wanderer: Der Energieblick am Rothaarsteig. Dort, wo sich der Rothaarsteig und die 110 Kilovolt-Stromleitung des Stromnetzbetreibers RWE kreuzen, lenkt ein Sprachfernrohr den Blick auf Landschaft und die Hochspannungsmasten.

Dann kommt man nach Jagdhaus. Hier gibt es mehr Gästebetten als Einwohner und auch etwas für die körperliche Stärkung zwischendurch. Und wer geistige Nahrung auf dem Weg der Sinne bevorzugt, kann sich in die 1936 erbaute Hubertuskapelle zurückziehen.

Weiter geht es auf dem Rothaarsteig in Richtung Härdler (756m), dem höchsten Berg im Kreis Olpe. Hier entspringt nicht nur das der Eder zufließende Somborn-Bächlein, sondern hier liegt auch der Potsdamer Platz – mitten im Wald! Aber keine Angst, man ist nicht vom Weg abgekommen, lediglich eine Wegkreuzung mitten auf dem Rothaarkamm hört auf diesen Namen.

Am Margarethenstein vorbei, einem historischen Grenzstein, erreicht der Rothaarsteig dann den Rhein-Weser-Turm auf dem Westerberg (685m). Der 1932 erbaute Turm auf der Rhein-Weser-Wasserscheide gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten im Sauerland. 113 Treppenstufen führen auf den 24m hohen Turm hinauf, von dem man einen hervorragenden Panoramablick über das Hochsauerland, das Lennebergland, Siegerland-Wittgenstein und bis hinein ins Ebbegebirge hat.

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