Wisentpfad (Wittgensteiner Land)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑388m  ↓388m
Rothaarsteig-Spur: Wisentpfad

Bisons gibt es nicht nur den in den USA, sondern auch in Europa. Dann heißen sie aber meist nicht Bison, sondern werden Wisent genannt. Die Tierchen werden fast eine Tonne schwer und sind die schwersten Landsäugetiere, die in Europa heimisch sind. Und die ersten frei lebenden Wisente Deutschlands seit über hundert Jahren leben am Rothaarsteig, genauer: in den Wäldern des Wittgensteiner Lands.

2013 wurde eine Herde Wisente bei Wingeshausen ausgewildert. Die Tiere sind nicht eingezäunt, sondern leben tatsächlich in der Wildnis. Nur einige Tiere sind im Schaugehege zu bewundern, die anderen Tiere streifen frei durch die Wälder.

Wenn man Glück hat, sieht man bei einer Wanderung auf dem Wisentpfad einen der Kolosse. Der Wiesentpfad wurde als Rothaarsteig-Spur – also ein Rundwanderweg für Tagesausflügler am Rothaarsteig – angelegt. Startpunkt ist Wingeshausen, ein Stadtteil von Bad Berleburg.

Von hier geht es durch das Wisent-Gebiet hinauf auf den Rothaarkamm in den kleinen Weiler Jagdhausen, der zu Schmallenberg gehört. Hier kann man eine Rast einlegen und sich dann gemütlich auf den Rückweg nach Wingeshausen machen.

Hintergrundinfo zur Wisent-Wildnis am Rothaarstein: Die Wisent-Wildnis am Rothaarsteigist ein Artenschutzprojekt mit dem Ziel, erstmals seit 235 Jahren wieder Wisente in Deutschland anzusiedeln. Das Projektgebiet liegt im Wald des nordrhein-westfälischen Rothaargebirges im Kreis Siegen-Wittgenstein. Dort leben zwei Wisentherden: eine in einem Schaugehege und die andere frei in den Wäldern des Rothaargebirges. 2013 wurden in dieser Herde die ersten zwei Wisente seit Jahrhunderten in Deutschland in freier Wildbahn geboren. Das eingezäunte und naturbelassene Areal des Projekts ist etwa zwanzig Hektar groß. 2016 wurde eine Wanderin, die einen Hund mit sich führte, von einem Wisent angegriffen und leicht verletzt. Es wird vermutet, dass es sich bei dem angreifenden Wisent um ein Muttertier handelte, das sein Jungtier durch den Hund in Gefahr sah und es deshalb beschützen wollte.

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenText, Bilder und Track dieser Wanderung unterliegen - wenn nicht anders angegeben - der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz.
Vgwort