Rheingauer Klostersteig vom Kloster Eberbach bis Aulhausen


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 30 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑842m  ↓845m
Rheingauer Klostersteig

Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut WernerGutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner

Der Rheingau ist natürlich bekannt für Wein (Riesling) und Tourismus (Rüdesheim und Niederwalddenkmal). Aber auch seine Klöster sind weltbekannt, allen voran Kloster Eberbach, einst Filmkulisse für den Welterfolg „Der Name der Rose“.

Der Rheingauer Klostersteig ist eine Streckenwanderung, die man – gut in Schuss – an einem Stück wandern kann. Oder man plant die Tour in zwei Tageswanderungen und macht einen Zwischenhalt mit Übernachtung im Geisenheimer Stadtteil Johannisberg.

Los geht’s vor den Toren von Kloster Eberbach, das 1136 auf Drängen des bekannten Zisterziensermönchs Bernhard von Clairvaux gegründet wurde. Das Kloster Eberbach wurde 1803 aufgehoben. Die landwirtschaftlichen Flächen gingen staatliches Eigentum über. Heute bewirtschaftet sie die Hessische Staatsweingüter GmbH, das größte Weingut in Deutschland.

Wir wandern los in westliche Richtung und kommen über das Wegekreuz Am Unkenbaum zur Hallgarter Zange (581m) und weiter zum Jugendzeltplatz Pfingstbachwiesen. Vorbei an einer Kleingartenkolonie kommen wir in Sichtweite von Schloss Vollrads, einem der ältesten Weingüter der Welt.

Dann kommen wir zum Schloss Johannisberg, das einst kirchlicher Besitz war. Bereits im 8. Jahrhundert ließen hier die Fuldaer Bischöfe Wein keltern, später hatten die Mainzer Erzbischöfe das sagen und gründeten hier ein Kloster, das 1563 aufgelöst wurde. Seitdem wird sich in Johannisberg nur noch um Wein gekümmert. Und das erfolgreich. Hier wurde immerhin die beliebte Spätlese erfunden.

Wir wandern weiter durchs Elsterbachtal zum Franziskanierkloster Marienthal, einem bekannten Marienwallfahrtsort. In Marienthal wurde 1468 die erste Klosterdruckerei der Welt gegründet. 1873 übernahmen die Franziskaner das Kloster im Rheingau und empfangen dort bis heute Wallfahrer aus aller Welt.

Wir gehen ein Stück durch die Wallfahrtsanlagen und kommen dann zur Ketteler-Kapelle. Hierhin soll sich der Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel von Ketteler (1811-1877) gerne zurückgezogen haben, um seine Gedanken zu ordnen. Die heutige Kapelle ist ein Neubau von 1927.

Es geht weiter ins Blaubachtal, das wir auf Höhe des Offermann-Weihers erreichen. Wir folgen dem Blaubach und erreichen bald das ehemalige Kloster Nothgottes. Der Blaubach leitet uns weiter bis hinter Windeck. Dann kreuzen wir den Bachlauf und steuern die Rüdesheimer Abtei St. Hildegard an.

Die Abtei St. Hildegard wurde 1900-04 erbaut und ist Nachfolger des früheren Klosters Eibingen, das Hildegard von Bingen gegründet hatte. Dem Lebensunterhalt der Benediktinerinnen dienen das Klosterweingut, der Klosterladen, die Kunstwerkstätten und ein Gästehaus. Auch werden Wallfahrer und Pilger zum Schrein der heiligen Hildegard in der Pfarrkirche von Eibingen betreut.

Von der Abtei St. Hildegard aus leitet der Rheingauer Klostersteig zum Ziel nach Aulhausen. 1189 wurde bei Aulhausen das Zisterzienserinnenkloster Marienhausen gegründet, das später dem Kloster Eberbach unterstand und nach der Säkularisation im 19. Jahrhundert zum St. Vincenzstift umfunktioniert wurde. Sehenswert ist die frühere Klosterkirche.

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