Mühlenweg im Elsterbachtal (Rheingau)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑139m  ↓139m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Vom Taunushauptkamm fließen zahlreiche kleine Bäche durch den Rheingau in die Wisper, die Walluf oder direkt in den Rhein. Einst trieben die Rheingau-Bäch knapp hundert Mühlräder an. Am kleinen Elsterbach, der nördlich von Stephanshausen entspringt und bei Winkel in den Rhein mündet, verrichteten alleine 18 Mühlen ihr Werk. Auf dem kurzen Stück zwischen dem Kloster Marienthal und dem Johannisberger Ortsteil Grund wurde im Mai 2003 ein Mühlenweg eröffnet, der sieben noch existierende Mühlen verbindet.

Der Mühlenweg beginnt am Weingut Johannishof im Johannisberger Ortsteil Grund. An der Stelle des Johannishofes stand einst die Brückenmühle. Erste Erwähnungen reichen zurück bis 1132. 1900 ging die Brückenmühle ins Eigentum der Familie Eser über, die in dem Gebäude ein Weingut einrichteten.

Folgt man dem Mühlenweg, passiert man links die Schamarimühle. An gleicher Stelle betrieb das Kloster Johannisberg einst eine Öl- und Getreidemühle, die nach mehrmaligem Besitzerwechsel 1844 auf Peter Schamari überging. In der Mühle drehte sich noch bis 1929 ein Getreidemahlwerk, bevor 1930 ein Gutsausschank eingerichtet wurde.

Noch einmal wenige Meter bergan zweigt nach links die Straße zum Kloster Marienthal ab, der wir folgen, bis nach links ein Fußweg über Treppenstufen in die Talaue führt, den Elsterbach quert und zur Straße leitet. Auf dieser gelangen wir zur Elstermühle. Die Elstermühle wurde erstmals 1431 urkundlich erwähnt und dienste bis Ende des 19. Jahrhunderts als Ölmühle.

Kurz vor der Elstermühle schlägt der Mühlenweg Route einen Bogen. Über der bekannten Johannisberger Weinlage Hölle thront Schloss Hansenberg, etwas weiter rechts davon erhebt sich der Turm von Burg Schwarzenstein aus den Rebzeilen, und im Rücken zeigt Schloss Johannisberg seine unbekannte Seite.

Weiter geht es zur Weihermühle, deren Existenz seit 1399 verbrieft ist und die bis 1935 als Getreidemühle in Betrieb war. Heute befinden sich hier ein Landwirtschaftsbetrieb mit Weingut. ln der Rechtskehre vor dem Hofgelände zweigt nach links ein Wanderweg in den lichten Wald ab.

Auf diesem gelangen wir oberhalb der Talaue zur Ostermühle. Sie ist schon vor 1700 als Getreidemühle in Betrieb gewesen und arbeitete bis 1896. An der Ostermühle treffen wir auf einen kleinen örtlichen Wanderweg, dem wir talaufwärts folgen. An der nächsten Wegegabel im Wald halten wir uns halbrechts in Richtung Kloster Marienthal.

Am Kloster Marienthal wendet der Mühlenweg und folgt der Straße in Richtung Johannisberg zurück zur Schleifmühle, einer alten Pulver- und Schleifmühle. Nächstes Ziel ist die Reußsche Mühle. Den Namen gab ihr Fabrikant Adolf Reuss, der sie zwischen 1856 und 1910 als Waschmühle der Braunsteingrube Schlossberg nutzte. Dann geht es wieder an Weiher-, Elster- und Schamarimühle vorbei zum Ausgangspunkt der Tour.

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