Niederseßmar

Niederseßmar liegt an der Einmündung des Seßmarbaches in die Agger. Der Sessmarbach entspringt am Unnenberg (506m) und wird in seinem Oberlauf auch Thalbecke und Becke genannt. Nach 9km erreicht er die Agger und entlang beider Wassserläufe entwickelte sich vor allem im Zuge der Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert zu einem Ort mit über 3.000 Einwohnern.

Spätestens 1823 wurde Niedersessmar zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt: Das erste Straßenbauprojekt im Oberbergischen Land, die Landstraße von Elberfeld nach Siegen, traf hier im Ort auf die preußische Staatsstraße (heute Bundesstraße B 55) von Köln nach Olpe. Niedersessmar lag somit an den beiden bedeutendsten Verkehrswegen der Region und wurde zu einer wichtigen Postkutschenstation. Noch heute ist das sogenannte Dreieck, der Verkehrsknotenpunkt in Niedersessmar, stark frequentiert.

Die gute Straßenanbindung war sicher ein Grund dafür, dass Niedersessmar zum ersten offiziellen Bahnhof von Gummersbach und 1866 eine Haltestelle an der historischen Aggertalbahn von Siegburg nach Olpe wurde. Bald darauf entstand auch die Volmetalbahn, die Niedersessmar mit Marienheide verband. Mit der Einstellung des letzten Güterverkehrs im Jahre 1997 verlor der Bahnhof Niedersessmar seine Funktion. Die Bahntrassen wurden größtenteils entfernt; das denkmalgeschützte Empfangsgebäude ist noch erhalten.

Auf der südlichen Seite der Agger liegt das Viertel Krummenohl. Hier steht das Naturdenkmal Tausendjährige Linde auf dem Betriebsgelände einer Kläranlage.

Regionaler Bezug:

Gummersbach Oberbergischer Kreis Nordrhein-Westfalen Agger-Bergland Oberbergisches Land Bergisches Land