Linden (Westerwald)


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Zwischen Lochum im Hatterter Grund, Rotenhain im Westerburger Land und Dreifelden an der Westerwälder Seenplatte liegt der kleine Ort Linden. Man rechnet Linden zur Westerwälder Seenplatte, obwohl seine Gemarkung vor allem durch laubreiche Höhen charakterisiert wird. Bis auf 496m steigt der Wildenhahn im Nordwesten des Ortes an.

In Linden entspringt die Wied, ein 102km rechter (also östlicher) Zufluss des Rheins und der längste Fluss des Westerwalds. Sie speist zunächst den Seeweiher bei Dreifelden, fließt dann durch den Hatterter Grund und weiter nordwestlich in Richtung Altenkirchen. Von hier schlängelt sich der Flusslauf westlich durch den Naturpark Rhein-Westerwald und durchfließt u.a. Neustadt an der Wied. Ab hier verläuft die Wied südlich, um bei Neuwied-Irlich in den Rhein zu münden.

Die in Naturstein eingefasste Wiedquelle liegt unter dem Wurzelwerk einer mehrere hundert Jahre alten Buche, die Schatten spendet und zum Verweilen auf einer der Sitzbänke einlädt. Hier – im flachen Quellgebiet – verläuft der neue Wanderweg „Oberes Wiedtal“ als Teiletappe des Wiedwegs. Von der Quelle aus folgt der Pfad dem Bachlauf. Ohne Steigungen können Auenwälder und Wiesen bewundert werden. Über Dreifelden geht es weiter nach Steinebach an der Wied und durch den Höchstenbacher Wald am Hartenfelser Kopf vorbei nach Wied und schließlich bis nach Winkelbach.

Eine weitere Option als Rundwanderung bietet der Wied-Höhen-Rundweg. Der nur 6,5km lange Rundweg führt von von der Wiedquelle in Linden auf einer Höhe von 464m zum Seeweiher bei Dreifelden auf 420m Höhe. Man folgt zum Teil dem neu trassierten Wanderweg „Oberes Wiedtal“, bis nach Dreifelden. An einer Stelle wird das noch schmale Wiedbett bequem auf Trittsteinen überquert. In Dreifelden marschiert man zur historischen Kirche und der stattlichen Dorfeiche, bis es über die Kirchstraße wieder aus dem Dreifelden hinaus Richtung Linden geht.

Der „große“ Wiedweg ist eine gut 100km lange Wanderroute, die über acht Etappen mit Längen von rund 15km von der Wiedquelle bis zur Mündung in den Rhein in einem großen Bogen durch den Oberen, den Rhein- und den Sieg-Westerwald führt. Die Streckenführung dieses Klassikers wurde 2008 komplett überarbeitet und attraktiver gestaltet – also weniger Asphalt, dafür mehr Wald und Wiese. 2009 erfolgt die Eröffnung des Wiedwegs, der in seinem Verlauf mehrmals den Westerwaldsteig trifft und in Neuwied Anschluss an den Rheinsteig bietet.


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