Lochum

Südlich von Hachenburg am Eingang zur Westerwälder Seenplatte liegt Lochum. Der kleine Ort soll seinen Namen der Tatsache verdanken, dass die alten Verkehrstraßen ab dem 17. Jahrhundert um Lochum herumführen, die Fuhrleute also „ums Loch rum“ fuhren.

Ob das wirklich stimmt, ist nicht gesichert. Aber das Lochum früher einmal Lohheim hieß und an der Alten Poststraße lag schon. Die Einrichtung der Alten Poststraße war ein Versuch des Grafen von Sayn-Hachenburg, den Verkehr der Köln-Frankfurter-Straße (heutige B 8) über Hachenburg zu leiten. Durch den Widerstand des Kurfürsten von Trier scheiterte dieses Vorhaben aber und die Alte Poststraße wurde nur im Nahverkehr genutzt.

Seit einiger Zeit versucht Lochum, die Wegführung der Alten Poststraße für Wanderer zu erschließen. Im Rahmen eines von der EU geförderten Vernetzungsprojekts für ländliche Regionen fließen in dieses Vorhaben einige Mittel. Ziel ist es, die Region Stöffelpark mit der Wiedquelle zu verbinden.

Nördlich von Lochum erhebt sich die Basaltformation Welterstein (480m). Man erreicht sie, wenn man auf der sechsten Etappe des Westerwaldsteigs am Gräbersberg vorbei weiter in Richtung Freilingen geht. Der Welterstein ist ein Basaltfelsen, auf dessen Höhe einst die Heinzelmännchen gewohnt haben sollen. Fast ebenso hoch ist der Monsberg (466m), etwas östlich vom Welterstein gelegen.

Im Dorf ziert auf dem Dorfplatz der Lochumer Schimmelreiter die Ortsmitte. Der Schimmelreiter ist eine Figur aus der örtlichen Sagenwelt und wurde von dem Künstler Stefan Zydek für seine 1998 geschaffene Skulptur „Der Reiter von Lochum“ aufgegriffen.