Westerburger Land

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Der Elbbach formt das weite Gebiet der Westerburger Bucht, die heute ein beliebtes touristisches Ziel für Wanderer, Radfahrer, Wasser- und Wintersportler ist. Hauptort ist Westerburg, seit dem 11. Jahrhundert Sitz der Herren zu Westerburg, die direkt dem Kaiser unterstellt waren.

Historisch gliedert sich das Westerburger Land in zwei Bereiche: Die Stadt Westerburg mit dem von Norden kommenden und nach Osten ins Hessische abfließenden Elbbach und die westlichen und südlichen Bereiche. Der Süden und Westen wird von Einheimischen Treertsche genannt, Westerwälder Dialekt für Triersches Land. Das liegt an der kirchenrechtlichen Zugehörigkeit der Herrschaft Westerburg zur Erzdiözese Trier. Die Herren von Westerburg aber lehnten als „Herren semper frey“ jeglichen Einfluss der Trierer Kurfürsten ab.

Als Westerburg in der Reformation evangelisch wurde, verschärften sich die dauernden Reibereien, da die kurtrierischen Lande weiterhin katholisch blieben. Trier versucht eine Gegenreformation, doch beendete diese beim Herannahen der Schweden schnell. Die Gegensätzlichkeiten zwischen den kurtrierisch beeinflussten Gemeinden im Süden und der freien Stadt Westerburg blieben. Noch heute spricht man daher vom Trierschen Land im Süden und den Krautschissern im Norden als Bezeichnung für die Westerburger, die früher ihren Lebensunterhalt als Krautkocher verdienten.

Das Westerburger Land besticht durch vielfältige Sehenswürdigkeiten und eine beeindruckende Landschaft mit eigenwillig geformten Bergkuppen und Höhenzügen mit interessanten Aussichtspunkten. Liebliche Bach- und Wiesentäler und weitläufige Buchen- und Fichtenwälder bieten dem Besucher zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.

Neben einem Besuch der Stadt Westerburg selbst, gehören die Holzbachschlucht, der Stöffelpark und der Hochstein bei Höhn zu den Pflichtpunkten eines Ausflugs in das Westerburger Land. Und natürlich sollte man einen Abstecher zum Herzstück des Westerburger Landes, den Wiesensee, mit seinen Wassersportangeboten, dem 18-Loch-Golfplatz und dem barrierefreien Rundwanderweg einplanen. Einen unverfälschten Eindruck vom Hohen Westerwald erhält man außerdem am bewaldeten Basaltberg Watzenhahn (475m).