Dreifelden

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Am Seeweiher, dem größten Teich der Westerwälder Seenplatte, liegt Dreifelden, ein Ort mit langer Geschichte, großartiger Natur, vielen Wanderwegen und guten Erholungsmöglichkeiten.

Bereits um das Jahr 1000 wurde die Dreifaltigkeitskirche errichtet. Sie gilt damit nach der Montabaurer Kirche St. Peter in Ketten als älteste Steinkirche im Westerwald. Um 1200 wurde die Kirche in ihre heute noch erhaltene Form gebracht mit dem quadratischen, viergeschossigen Chorturm und dem dreischiffigen Langhaus. Bis zur Reformation war die Kirche eine Wallfahrtsstätte, danach wurde sie evangelisch. Aus ihrem Namen Dreifaltigkeitskirche leitet sich auch der Ortsname Dreifelden ab.

Dreifelden liegt an einem klassischen Spannungspunkt lokaler Machtinteressen. Hier trafen sich die Interessensgebiete der Erzstifte Köln und Trier und der Grafschaften Wied und Sayn-Hachenburg, was immer wieder zu Reibereien führte. Noch heute erinnert der Dreiherrenstein zwischen Dreifelden und Langenhahn an die früheren Verhältnisse. Er symbolisiert den Besitzanspruch der Häuser Sayn, Wied und Kurtrier. Die Sage berichtet denn auch von der im Seeweiher versunkenen Rohrburg, die den Besitz des Hauses Wied sichern sollte. Aber es gibt keine Belege für diese Burg.

Real ist dagegen die Seeburg, auch wenn sie keine Burg, sondern nur ein Gehöft und Namensgeber für einen Ortsteil von Dreifelden ist. Graf Friedrich von Wied – der die Westerwälder Seenplatte in ihrer heutigen Form anlegen ließ – baute den alten Gutshof 1683 aus. Ein Nachfahre, der bekannte Amerikaforscher Maximilian Graf zu Wied-Neuwied nutzte die Seeburg für Jagden und Exkursionen in die artenreiche Natur rund um die Westerwälder Seen. Max von Wied war ein Weggefährte Alexander von Humboldts. Seine Amerika-Aufzeichnungen sollen u.a. Karl May inspiriert haben.

Dreifelden liegt direkt am Seeweiher, dem mit 123ha Wasserfläche größtem Teich der Westerwälder Seenplatte. Seine Ausdehnung beträgt 2.000m in der Länge und 800m in der Breite. Der Südteil des Seeweihers ist wegen seiner bemerkenswerten Flora seit 1979 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier am Südteil fließt auch die Wied in den Weiher. Eine Weiherbrücke – von der man einen schönen Ausblick hat – führt in einem Bogen über den Zufluss der Wied in den Seeweiher.

In Dreifelden unterhält der Golfclub Westerwald seit 1993 eine 18-Lochanlage in herrlicher Umgebung. Manch einer zählt sie zu den schönsten Greens in Rheinland-Pfalz. Wer nicht zum Eisen greifen will, kann sich im Strandbad Dreifelden erfrischen und ein Boot leihen. Für Kinder gibt es einen Waldspielplatz etwa 2km vom Ortszentrum in Richtung Steinen, der auch Startpunkt für viele Wanderungen ins Umland ist.

Westlich vom auch Dreifelder Weiher genannten Seeweiher liegt der ebenfalls zum Naturschutzgebiet erklärte Haidenweiher. Mit 30ha Wasserfläche ist er der zweitgrößte See der Westerwälder Seenplatte und steht über einen Kanal mit dem Seeweiher in direkter Verbindung. Heute wird der Haidenweiher von Wäldern umgeben, doch seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er inmitten eines Heidegebiets angelegt worden ist, die durch intensive Viehhaltung entstanden ist. Durch Renaturierung ist wieder die ursprüngliche Waldlandschaft hergestellt.

Neben dem Haidenweiher liegt der kleine Hofmannsweiher. Auch er ist seit 1979 ein Naturschutzgebiet, dessen Zweck die Erhaltung des Feuchtgebietes mit seinen Wasserflächen, Flachwasserzonen, Sumpfflächen und anschließenden feuchten Grünlandflächen als Standort seltener Pflanzen sowie als Lebensraum in ihrem Bestande bedrohter und seltener Tierarten ist.

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