Steinen (Westerwald)

In unmittelbarer Nähe der Bundesstraße B 8 liegt der zur Verbandsgemeinde Selters gehörende Ort Steinen. Es war Sitz des königlichen Hofguts Schönerlen.

Bereits im Jahre 855 hat hier der Karolinger Lothar I. eine Urkunde datiert. Daraus ist zu schließen, dass es sich bei dem Hofgut Schönerlen um ein Königsgut gehandelt haben dürfte, noch bevor es das Wiedsche Grafengeschlecht überhaupt gab. Als Steinen 1347 erstmals erwähnt wird, gehört dann das Hofgut dem Hause Wied. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts soll das Hofgut bestanden haben, von dem heute keine Reste mehr erhalten sind.

An die Stelle des Hofguts wurde Anfang des 19. Jahrhunderts das Fischhaus am Hausweiher gebaut, das 1910 um neue Wirtschaftsgebäude des Wiedschen Hofes Schönerlen ergänzt wurde. Diese bilden heute das Zentrum eines Campingplatz mit Wander-Reitstation.

Am Ostrand von Steinen liegt der Brinkenweiher, ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Der Brinkenweiher ist wie der Hausweiher durch die Anstauung der Quellbäche des Holzbachs entstanden. Mit 21ha Fläche ist der Brinkenweiher der drittgrößte Teich der Westerwälder Seenplatte. Im Osten ist er von dichtem Wald umgeben, im Norden ist das sumpfige Ufer ein idealer Lebensraum für Wasservögel und andere Tiere.