Kerkerbachtal Wanderweg von Mengerskirchen nach Runkel (Westerwald)


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 33 km
Gehzeit o. Pause: 8 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑749m  ↓941m
Wegweiser des Rad- und Wanderwegs durch das Kerkerbachtal

Der Kerkerbach ist ein 21km langer Zufluss der Lahn, der im Elbbachgrund entspringt und bei Runkel mündet. Durch das Tal des Kerkerbachs schnaufte einst die Kerkerbachbahn, eine typische Kleinstrecke, die von 1886 bis 1975 in Betrieb war. Danach wurden auf dem größten Teil der Strecke die Gleise abgebaut. Heute befindet sich entlang der ehemaligen Bahntrasse der Rad- und Wanderweg Kerkerbachtal. Teilweise laufen Rad- und Wanderstrecke parallel, teilweise führt der Wanderweg auf separaten Wegen.

Die Wanderstrecke beginnt im Marktflecken Mengerskirchen. Von hier geht es entlang der ehemaligen Bahntrasse über Rückershausen nach Waldernbach. Unterwegs eröffnen sich schöne Aussichten auf die Burgruine Maienburg und die Höhen des hessischen Westerwalds. In Waldernbach lohnt ein Blick auf die 1878 im Stil der norddeutschen Backsteingotik als rotfarbiger Klinkerbau erbaute Pfarrkirche St. Katharina.

Hinter Waldernbach steuert der Kerkerbachtal-Wanderweg den kleinen Füllbergsee an. Er ist ein romantisches Überbleibsel aus der Zeit, als hier noch Basalt gebrochen wurde. Dann geht es weiter in den Luftkurort Fussingen. Von Fussingen führt die Route über den Steinkopf (330m) nach Hintermeilingen.

An der 1932 erbauten Kirche Maria Verkündigung vorbei leitet der Kerkerbachtal-Wanderweg zur Schlagmühle. Hier wird der Kerkerbach erstmals durch einen Zufluss verstärkt. Dem Kerkerbach folgend erreicht der Weg Heckholzhausen in der Gemeinde Beselich.

Dann geht es hinein in das Marmorland am Kerkerbach. Zwischen der Hüttenmühle, wo früher Holz verladen wurde, und dem Bahnhof in Schupbach befinden sich mehrere ehemalige Marmorbrüche. Kurz vor dem Bahnhof Schupbach überquert man den Kerkerbach und erreicht die Landesstraße, der man ein Stück in Richtung Wirbelau folgt. Nach knapp 1km geht es rechts ab nach Christianshütte. In Christianshütte hatte die Kerkerbachbahn AG 1887-1906 ihren Verwaltungssitz.

Durchs Naturschutzgebiet Kerkerbachtal leitet der Wanderweg nach Eschenau. Dann geht es zur Oberhofer Mühle und auf schmalem Pfad durchs untere Kerkerbachtal. Der Weg ist stellenweise stark zugewachsen und nur als Trampelpfad ausgebildet. Ziel ist schließlich Runkel an der Lahn. Hier etwas lahnabwärts vom Bahnhof mündet der Kerkerbach in die Lahn. Vom Bahnhof Kerkerbach aus hat man mit der Lahntalbahn Anschluss nach Weilburg und Wetzlar oder lahnabwärts über Limburg und Bad Ems bis nach Koblenz.

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