Elbbachgrund

Der Elbbach ist ein 41km langer Zufluss der Lahn. Er entspringt bei Ailertchen im Westerburger Land und fließt zunächst nach Osten, bis er bei Langendernbach Hessen erreicht. Ab hier geht es dann südwärts und der Elbbach bildet den Elbbachgrund aus, an den sich der Elzer Graben rund um Hadamar anschließt. Hinter Elz erreicht der Elbbach dann im Stadtgebiet von Limburg die Lahn.

Im westlichen Teil des Elbbachgrunds liegt die Gemeinde Dornburg, die ihren Namen einer keltischen Stadt verdankt, die ab dem 6. Jahrhundert v.Chr. auf dem Basaltplateau des gleichnamigen Bergs angelegt wurde. Von der historischen Spuren ist nicht mehr allzuviel zu sehen, da ab dem 19. Jahrhundert mehrere Steinbrüche an der Dornburg Basalt abbauten. Überregional bekannt ist das Naturphänomen Ewiges Eis am Südfuß der Dornburg.

Zentral im Elbbachgrund befindet sich die kleine Gemeinde Elbtal. Direkt am Elbbach liegt die Burg Waldmannshausen, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, deren Bausubstanz heute aber im Wesentlichen aus dem späten 18. Jahrhundert stammt. Am Südrand der Gemeinde erhebt sich das Heidenhäuschen (398m). Es ist seit 1927 als Naturschutzgebiet ausgewiesen u.a. wegen des Waldmeister-Buchenwalds und seltenen Beständen von Waldhyanzinthen.

Die dritte Gemeinde im Elbbachgrund ist Waldbrunn, das sich nach Süden ins Kerkerbachtal fortsetzt. Historisch bedeutsam ist das kleine Dorf Ellar, das 1372 Stadtrechte erhielt und schon einige Jahre zuvor durch die Burg Ellar geschützt wurde. Auch aus der langen Zeit als Kirchspiel berichten heute noch zahlreiche wertvolle Einrichtungsgegenstände, die in die 1843-44 erbaute Pfarrkirche St. Maximinus übernommen wurden.